- 27.11.2014, 16:42:47
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Kulturminister Ostermayer ehrt Schriftsteller Peter Henisch
Überreichung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse im Bundeskanzleramt
Utl.: Überreichung des Österreichischen Ehrenkreuzes für
Wissenschaft und Kunst 1. Klasse im Bundeskanzleramt =
Wien (OTS) - "Die Republik Österreich dankt und ehrt heute mit diesem
Ehrenzeichen Peter Henisch, einen außergewöhnlichen Autor, der schon
ein beachtliches Werk geschaffen hat und von dem wir uns wünschen,
dass er es noch lange fortsetzen wird", sagte Kulturminister Josef
Ostermayer heute anlässlich der Verleihung des Österreichischen
Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse im Kongressaal des
Bundeskanzleramtes.
Peter Henisch, Jahrgang 1943, begann schon in jungen Jahren Lyrik und
Kurzgeschichten zu schreiben. Mit dem Roman "Die kleine Figur meines
Vaters" stieß er die sogenannte Vaterbuchwelle an: Eine Reihe von
Romanen, die sich mit dem Konflikt zwischen den durch 1945 getrennten
Generationen befassen. Gemeinsam mit Helmut Zenker gründete er 1969
die Autorengruppe Wespennest, ab 1972 entdeckte Henisch als
Literaturredakteur der Zeitschrift "Neue Wege" damals noch
unbekannte Autoren wie Robert Menasse oder Brigitte Schwaiger. Immer
wieder suchte er auch die Zusammenarbeit mit Musikern, in den
Siebzigerjahren etwa mit Thomas Declaude, mit dem er die Musikgruppe
"Wiener Fleisch & Blut" gründete. Ab den 1990er Jahren suchte er das
literarisch-musikalische Teamwork mit den Jazzern Woody Schabata und
Hans Zinkl. Henisch blieb aber auch dem Schreiben von Romanen treu,
es folgten Bücher wie "Schwarzer Peter", "Großes Finale für Novak"
oder "Eine sehr kleine Frau." Zu seinem 70.Geburtstag erschien
"Mortimer und Miss Molly". Henisch arbeitet derzeit an dem
Großprojekt "Jahrhundertroman", in dem die alltäglichen Sorgen eines
in Österreich gelandeten Flüchtlingskindes reflektiert werden.
Die Laudatio hielt Literaturkritiker Anton Thuswaldner, der die
Kontinuität und Reifung des Werks von Henisch hervorhob, dem aber
immer eine kritische Auseinandersetzung mit der Anpassung innewohne.
"Sein Stil ist nicht durch Sprachexperimente geprägt, sondern durch
die gesellschaftliche Dringlichkeit, er sucht nicht die Worte,
sondern die Realität. So kommt sein Widerstand, sein Protest, nicht
aus der Theorie, sondern aus der Praxis."
Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Maultrommler und
Dudelsackspieler Albin Paulus. Nach der Überreichung der Insignien
und des Dekrets lud Minister Ostermayer zu einem kleinen Empfang.
Fotos von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
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