• 26.11.2014, 13:07:35
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Bundeskanzler Faymann: "In der Pensionsdebatte ist die Politik gefragt und nicht ein Automat"

Pressekonferenz von Kanzler und Sozialminister zum Thema Pensionen

Utl.: Pressekonferenz von Kanzler und Sozialminister zum Thema
Pensionen =

Wien (OTS) - "Die Menschen im Land haben zu Recht die
Erwartungshaltung, dass jene über zentrale Pensionsfragen entscheiden
sollen, die von ihnen in die Politik und Regierung gewählt wurden,
und nicht ein Automat. Ich bin gegen jede Automatik und für die volle
politische Verantwortung, Rede und Antwort zur Finanzierung der
Pensionen und zu notwendigen Maßnahmen zu stehen", sagte
Bundeskanzler Werner Faymann heute, Mittwoch, in einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer zum Thema
Pensionen im Bundeskanzleramt.

"Letztlich ist es zynisch zu verlangen, dass die Menschen in
Österreich länger arbeiten sollen, wenn auf der anderen Seite die
notwendigen Arbeitsplätze nicht vorhanden sind. Die wirtschaftliche
Situation und die Lage am Arbeitsmarkt sind somit entscheidende
Faktoren dafür, dass auch ältere Menschen noch einen Arbeitsplatz und
ein entsprechendes Einkommen haben. Daher werde ich alles dafür tun,
dass wir in Österreich eine gute Beschäftigungslage haben", so
Faymann. Die Einführung eines Bonus-Malus-Systems in Betrieben, die
ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigen, sei daher
eine dringend notwendige Maßnahme.

Der Bundeskanzler betonte, dass bereits mehrere Maßnahmen - wie bei
der Invaliditätspension oder der Korridorpension - zur Absicherung
des Pensionssystems gesetzt wurden. "Mit dem Koalitionspartner ist
vereinbart, dass wir im Jahr 2016 die Wirkung dieser Schritte
überprüfen werden. Der Sozialminister geht aufgrund der bisherigen
Entwicklung davon aus, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so
Faymann. Minister Hundstorfer bestätigte, dass das faktische
Pensionsantrittsalter bereits gestiegen und die Anträge auf
Invaliditätspension gesunken seien. Für den Sozialminister sei es
außerdem wesentlich, in der Pensionsdebatte von den
Gesamtaufwendungen auszugehen, also die Entwicklung der
Beamtenpensionen mit zu berücksichtigen. Aufgrund der sinkenden Zahl
an Beamtinnen und Beamten ergebe sich in der Gesamtsicht bis zum Jahr
2060 nur einen geringfügige Erhöhung an Aufwendungen.

Abschließend betonte Faymann, dass die Sorgen der Bevölkerung ernst
zu nehmen und die Fakten offen und transparent auf den Tisch zu legen
seien. "Das kann uns aber nur gelingen, wenn wir auf die
Lebensrealität der Menschen eingehen und keine unnötige
Verunsicherung schaffen. Hier ist die Politik gefragt, und nicht ein
Automat", so der Kanzler.

Bilder von diesem Termin sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
kostenfrei abrufbar.

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