• 26.11.2014, 11:34:03
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Ökosoziales Forum fordert enkeltaugliches Pensionssystem mit Pensionsautomatik

Gesunde Lebenserwartung steigt jedes Jahr um rund 70 Tage

Utl.: Utl.: Gesunde Lebenserwartung steigt jedes Jahr um rund 70
Tage =

Wien (OTS) - "Die ÖsterreicherInnen werden immer älter und - viel
wichtiger - auch gesünder älter. Die durchschnittliche gesunde
Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren steigt jedes Jahr um rund 70
Tage. Genau dieses Faktum muss sich auch im Pensionssystem
niederschlagen. Wir fordern ein enkeltaugliches und
zukunftsorientiertes Pensionssystem, das wir uns nachhaltig leisten
können. Sozial kann nur jemand sein, der auch wirtschaftlich denkt.
Daher unterstützen wir die Forderung nach einer Pensionsautomatik,
die Planungssicherheit bringt", so der Generalsekretär des
Ökosozialen Forums Hans Mayrhofer anlässlich der aktuellen
Pensionsdebatte.

Durch das Umlageverfahren in der österreichischen Alterssicherung und
den Bundesbeitrag sind die Pensionen in Österreich sicher. Das ist
die gute Nachricht. Die weniger gute Nachricht ist, dass sich das
zahlenmäßige Verhältnis zwischen Pensionisten und Versicherten
zugunsten der Pensionisten verschiebt. Der Zuschuss des Bundes zu den
Pensionen steigt. Mussten 2007 noch 7,3 Milliarden Euro zu den
Zahlungen der Pensionsversicherungsträger zugeschossen werden, werden
es 2015 rund 10,7 Milliarden Euro sein. Der Zuschuss zu den Pensionen
für Bundesbeamte, Lehrer, ÖBB- und Postmitarbeiter ist für 2015 mit
6,8 Milliarden Euro kalkuliert. Im Vergleich dazu machen die
Gesamtausgaben des Bundes für Forschung und Forschungsförderung im
Jahr 2014 2,7 Milliarden Euro aus.

"In der Vergangenheit wurden zwar Maßnahmen gesetzt, um die Pensionen
dauerhaft abzusichern. Das Problem ist, dass diese Maßnahmen zu spät
gesetzt wurden und vor allem die Jungen treffen. Ausgerechnet die
Generation, für die der Einstieg ins Berufsleben oft schwerer ist als
für die Generationen vor ihnen und die das System künftig
finanzieren. Junge Menschen müssen daher verstärkt in die Diskussion
eingebunden werden", so Mayrhofer weiter.

Der Generalsekretär abschließend: "Wir wollen die in den Familien
gelebte Solidarität zwischen Alt und Jung auch gesellschaftlich
verankern. Dazu gehört auch die Bereitschaft, länger zu arbeiten.
Durchschnittlich sind die ÖsterreicherInnen heute 22 Jahre in
Pension, nachdem sie 38 Jahre gearbeitet haben. Hier muss man sicher
nachbessern. Wichtig sind aber die entsprechenden Rahmenbedingungen,
die das längere Arbeiten ermöglichen. Das wären wichtige erste
Schritte in Richtung Generationengerechtigkeit."

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