Ökosoziales Forum fordert enkeltaugliches Pensionssystem mit Pensionsautomatik

Gesunde Lebenserwartung steigt jedes Jahr um rund 70 Tage Gesunde Lebenserwartung steigt jedes Jahr um rund 70 Tage

Wien (OTS) - "Die ÖsterreicherInnen werden immer älter und - viel wichtiger - auch gesünder älter. Die durchschnittliche gesunde Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren steigt jedes Jahr um rund 70 Tage. Genau dieses Faktum muss sich auch im Pensionssystem niederschlagen. Wir fordern ein enkeltaugliches und zukunftsorientiertes Pensionssystem, das wir uns nachhaltig leisten können. Sozial kann nur jemand sein, der auch wirtschaftlich denkt. Daher unterstützen wir die Forderung nach einer Pensionsautomatik, die Planungssicherheit bringt", so der Generalsekretär des Ökosozialen Forums Hans Mayrhofer anlässlich der aktuellen Pensionsdebatte.

Durch das Umlageverfahren in der österreichischen Alterssicherung und den Bundesbeitrag sind die Pensionen in Österreich sicher. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute Nachricht ist, dass sich das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Pensionisten und Versicherten zugunsten der Pensionisten verschiebt. Der Zuschuss des Bundes zu den Pensionen steigt. Mussten 2007 noch 7,3 Milliarden Euro zu den Zahlungen der Pensionsversicherungsträger zugeschossen werden, werden es 2015 rund 10,7 Milliarden Euro sein. Der Zuschuss zu den Pensionen für Bundesbeamte, Lehrer, ÖBB- und Postmitarbeiter ist für 2015 mit 6,8 Milliarden Euro kalkuliert. Im Vergleich dazu machen die Gesamtausgaben des Bundes für Forschung und Forschungsförderung im Jahr 2014 2,7 Milliarden Euro aus.

"In der Vergangenheit wurden zwar Maßnahmen gesetzt, um die Pensionen dauerhaft abzusichern. Das Problem ist, dass diese Maßnahmen zu spät gesetzt wurden und vor allem die Jungen treffen. Ausgerechnet die Generation, für die der Einstieg ins Berufsleben oft schwerer ist als für die Generationen vor ihnen und die das System künftig finanzieren. Junge Menschen müssen daher verstärkt in die Diskussion eingebunden werden", so Mayrhofer weiter.

Der Generalsekretär abschließend: "Wir wollen die in den Familien gelebte Solidarität zwischen Alt und Jung auch gesellschaftlich verankern. Dazu gehört auch die Bereitschaft, länger zu arbeiten. Durchschnittlich sind die ÖsterreicherInnen heute 22 Jahre in Pension, nachdem sie 38 Jahre gearbeitet haben. Hier muss man sicher nachbessern. Wichtig sind aber die entsprechenden Rahmenbedingungen, die das längere Arbeiten ermöglichen. Das wären wichtige erste Schritte in Richtung Generationengerechtigkeit."

Rückfragen & Kontakt:

Ökosoziales Forum Österreich
Mag. Annette Weber
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Herrengasse 13, 1010 Wien
Tel.: +43 1 253 6350 17
Mail: weber@oekosozial.at
www.oekosozial.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OSF0001