Spindelberger zur Hausarztversorgung: Österreichs hohe Ärztedichte mittels Maßnahmenbündel gesichert

Modernisierung der Arztausbildung, Lehrpraxen, neue Primärversorgung machen Arztberuf attraktiver und sichern Versorgung

Wien (OTS/SK) - Die Gesundheitsversorgung in Österreich ist gesichert und durch verschiedene Reformen am besten Weg, aktuellen Erfordernissen gerecht zu werden. Das betonte SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger am Freitag anlässlich jüngster Äußerungen seines ÖVP-Pendants Rasinger, wonach in Österreich ein Ärztemangel drohe. "Von 'amerikanischen Verhältnissen', wie sie Kollege Rasinger heraufbeschwört, kann keine Rede sein", unterstrich Spindelberger und erklärte, dass in den kommenden Jahren zwar viele Ärztinnen und Ärzte in Pension gingen, es aber "eine Tatsache ist, dass Österreich die zweithöchste Ärztedichte aller OECD-Länder hat". Sich nur auf den Erhalt des Hausarztes zu versteifen, zeige, dass "die ÖVP die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat", so Spindelberger. "Wir wollen ein professionelles Team rund um die Patientinnen und Patienten aufbauen, in dem natürlich auch der Hausarzt eine Rolle spielt - aber nicht als universelles 'Allheilmittel'." ****

Um sicherzustellen, dass die Dichte und Qualität der ärztlichen Versorgung auch so bleibt, und um einen Mangel zu verhindern, sei bereits ein Maßnahmenbündel geschnürt worden: "Die Neugestaltung und Modernisierung der Ausbildung wird den Arztberuf attraktiver machen und die Monate in den Lehrpraxen, deren Einführung vor kurzem beschlossen wurde, wird den JungmedizinerInnen zeigen, wie die Arbeit in einer Ordination abläuft und einen Anreiz schaffen, sich in diesem Bereich zu betätigen."

Und weiter: "All diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, junge Ärztinnen und Ärzte im Land zu halten und auch eine Verteilung in Richtung ländlicher Raum voranzutreiben". Zudem sollen neue Formen der Zusammenarbeit die Work-Life-Balance und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern und den Ärzteberuf dahingehend attraktiver machen. "Dazu leistet das derzeit verhandelte neue Modell der Primärversorgung einen wichtigen Beitrag, in dessen Rahmen verschiedene Gesundheitsberufe wie ÄrztInnen, TherapeutInnen oder PflegerInnen entweder unter einem Dach oder in Form von Netzwerken enger zusammenarbeiten sollen", so der SPÖ-Gesundheitssprecher, der von einer "Win-win-Situation für PatientInnen und ÄrztInnen" spricht.

"Sozialdemokratische Gesundheitspolitik ist an den Bedürfnissen der PatientInnen orientiert", betonte der SPÖ-Abgeordnete. So sollen Öffnungszeiten auch zu den Tagesrandzeiten und ein einfacher Zugang zu den Gesundheitsleistungen, die gerade benötigt werden, geboten werden. (Schluss) bj/mo

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