• 21.11.2014, 11:22:12
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ÖLI-UG und UGöD zu Bildungskonzept der IV: Klares NEIN zum Privatisierungs-Vorstoß der Industriellenvereinigung im Schulbereich

UG für soziale und demokratische Schulreformen sowie zukunftsorientierte Investitionen - gegen Bildungssparpakete, Aufnahmestopp, und Privatisierung

Utl.: UG für soziale und demokratische Schulreformen sowie
zukunftsorientierte Investitionen - gegen Bildungssparpakete,
Aufnahmestopp, und Privatisierung =

Wien (OTS) - Das neue Schulkonzept der IV hat eine Neuauflage des
altbekannten Gesamtschul-Streits zwischen den von der
ÖVP-Reformblockade genervten Sozialpartnern und
bürgerlich-gymnasialen Besitzstandswahrern in der ÖVP gebracht.
Spätestens seit den Bad Ischler Beschlüssen der Sozialpartner sind
die Forderungen nach Bundesrahmengesetze und BMBF-Zuständigkeit für
die Elementarbildung, nach gemeinsamen ganztägigen Pflichtschule oder
nach individueller Förderung aller Kinder und Jugendlichen bekannt.

Neuen Diskussionsstoff liefert das IV-Schulkonzept hinsichtlich
der Gestaltung des 9. Schulstufe, in dem nicht nur der Einstieg in
AHS und BMHS, sondern auch in die Berufsschule vorgesehen ist: das
Polytechnische soll in ein erstes allgemein-berufsbildendes
Berufsschuljahr übergeführt werden, mit 15 beginnt dann die
spezialisierte duale Lehrlingsausbildung.

Zwt: IV-Offensive für Privatisierung öffentlicher Schulen und
Budgetgelder stoppen

Die "Bildungsrevolution" der IV ist tatsächlich ein Angriff auf
das öffentliche Schulwesen, und Teil der neoliberalen Offensive für
weiter öffentlich finanzierte, aber "strategisch" von kapitalstarken
Trägern gelenkte Privatisierung staatlicher Infrastruktur - in diesem
Fall eben Bildungseinrichtungen. "Darüber können auch die bekannten,
internationalen Standards entsprechenden, durchaus sinnvollen
Sozialpartner-Forderungen nicht hinwegtäuschen," warnt Reinhart
Sellner vom Vorsitzteam der Unabhängigen GewerkschafterInnen im
öffentlichen Dienst (UGöD) und langjähriger unabhängiger
Lehrervertreter der ÖLI-UG. "Angesichts über 150.000 Beschäftigter
und Milliarden an staatlichen Budgetmitteln, ist es nur wenig
verwunderlich, dass nun die Industriellenvereinigung ihr
Privatisierungsauge auf das Schulwesen geworfen hat. Ein Blick nach
Skandinavien sollte allerdings genügen, um diesem Konzept eine klare
Absage zu erteilen: im ehemaligen Bildungsmusterland Schweden steckt
das Schulwesen als Folge der Privatisierungspolitik vergangener
bürgerliche Regierungen in einer tiefen Krise, profitorientierte
Schulträger dominieren den Markt, viele öffentliche Schulen sind zu
überforderten Restschulen geworden. In Schweden ist längst
Ernüchterung eingetreten."

Zwt: UG für eine demokratische und soziale Bildungs- und
Budgetpolitik

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen lehnen die Öffnung des
schulgeldfreien österreichischen Schulsystems für ein
marktwirtschaftlich dereguliertes "Schulträgerschaftsmodell" ab.
Ebenso abzulehnen ist die damit verbundene Deregulierung der
ArbeitnehmerInnenrechte der an den Schulen beschäftigten LehrerInnen,
Sonder- und SozialpädagogInnen, der PsychologInnen, sowie des
Gesundheits- und Verwaltungspersonals. Die UG sehen sich in ihrem
solidarischen Kampf bestätigt:

- für das notwendige Aufstocken der Bildungsbudgetmittel für Schule
und Schulreform,

- für die Rechte aller Kinder und Jugendlichen auf bestmögliche
Bildung und Förderung im Elementabereich- und allen darauf
aufbauenden Bildungsstufen,

- für die Interessen der ArbeitnehmerInnen im Bildungswesen an
leistungs- und aufgabengerechten Arbeitsbedingungen,
Arbeitszeitregelungen und Arbeitseinkommen.

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