• 18.11.2014, 13:04:04
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Zur Geschichte des AMA-Gütesiegels

1993 wurde das Gütezeichen ins Leben gerufen

Utl.: 1993 wurde das Gütezeichen ins Leben gerufen =

Wien (OTS) - 1993 startete ein kleines Team der Abteilung Agrarmarkt
Austria mit einem großen Auftrag. Das AMA-Gesetz, beschlossen am 30.
Juni 1992, stellt drei Anforderungen: die Qualität von Lebensmitteln
zu sichern, den Absatz zu fördern und verbraucherrelevante
Informationen an die Konsumenten zu vermitteln. Dieser Auftrag
mündete in der Idee eines Gütezeichens. Der damalige
Landwirtschaftsminister Franz Fischler und Marketing-Chef Stephan
Mikinovic stellten das neue Zeichen für Lebensmittel im November 1993
vor.

1995: AMA-Marketing wird gegründet

1995 wurde die Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH als
100%-Tochter der Agrarmarkt Austria gegründet. 13 Mitarbeiter
entwickelten damals erste Broschüren, das erste Kochbuch und einen
Werbespot, der heute noch Teil der kollektiven Erinnerung ist: "Bei
meiner Ehr". Gleichzeitig gab es die ersten Produkte mit dem
AMA-Gütesiegel im Handel. Das Besondere an dieser neuen Auszeichnung:
Für die Produkte wurden und werden Richtlinien mit
Qualitätsparametern entlang der gesamten Kette erstellt. Gremien,
besetzt mit Experten aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel,
reichen die AMA-Gütesiegel-Richtlinien zur Genehmigung beim
Ministerium für Land- und Forstwirtschaft ein.

Rasch entwickelte sich die Palette weiter, 1996 wurden Richtlinien
für Putenfleisch, Frischeier sowie Obst, Gemüse und Speisekartoffeln
beschlossen. Landwirte und Lizenznehmer stellten sich auf die
Produktion nach den AMA-Kriterien ein - und auch auf die Tatsache,
dass externe Kontrolleure jederzeit einen Blick in den Betrieb
werfen.

1998 wurde aus dem Gütezeichen für geprüfte Qualität das
"AMA-Gütesiegel". Grafisch überarbeitet, "besiegelte" es den hohen
Qualitätsanspruch der Konsumenten.

"Skandale" rückten Lebensmittelsicherheit in den Fokus

Themen wie BSE oder Dioxin im Futter rückten
Lebensmittelsicherheit, Herkunft und Kontrolle immer mehr in den
Fokus der Öffentlichkeit. Das steigerte die Bekanntheit des
AMA-Gütesiegels enorm. Wenige Jahre nach seinem Start kannten neun
von zehn Österreichern das AMA-Qualitätszeichen.

Viele Male war die AMA Vorreiterin in Sachen Qualitätsmanagement,
dem Herzstück ihrer Arbeit. 1998 - also ein Jahr vor der
Verpflichtung zur Etikettierung von Rindfleisch - wurde das System
"bos" ins Leben gerufen. Seither sichert es die Angaben zu Herkunft
und Qualität von Rindfleisch verlässlich und nachvollziehbar ab. Das
Pendant für Schweinefleisch, "sus", startete im Jahr 2011. Heute
garantiert das AMA-Gütesiegel geprüfte Qualität und Herkunftsangaben
entlang der gesamten Kette - so wie es der Erwartung der Konsumenten
entspricht. Die Richtlinie pastus+ sichert seit 2006 die hohen
Anforderungen an Futtermittel für AMA-Gütesiegel-Tiere ab.

Warenströme wurden international, ebenso die Anforderungen an die
Produktionsweisen. Global-GAP - ein international anerkannter
Standard für Obst und Gemüse - wurde 2001 in das
AMA-Gütesiegel-Programm integriert. Dadurch ist es auch kleinen
Produzenten möglich, die weitreichenden Anforderungen des Handels zu
erfüllen.

Bei Frischeiern und Geflügelfleisch war die Lebensmittelsicherheit
stets eine große Herausforderung. Die AMA setzte hier seit dem Start
der Richtlinien auf vorbeugende Maßnahmen und ein umfassendes
Salmonellen-Monitoring. Ein Meilenstein folgte 2004: Jedes Ei muss
seitdem am Legehennenbetrieb mit einem Stempel versehen werden, der
Auskunft über die Herkunft und Haltungsform gibt. Seit 2013 können
Konsumenten in der Eierdatenbank jedes einzelne Ei auf diese
Information prüfen.

Größte Plattform für Qualitätssicherung

Heute ist die AMA die größte Plattform für Qualitätssicherung,
rund 43.000 Landwirte nehmen an den einzelnen Programmen teil, davon
rund 33.000 Milchviehhalter, 5.000 Rinderhalter, 1.800
Schweinebauern, 700 Legehennenhalter, 400 Masthendl und Putenhalter,
1.500 Obst-, Gemüse und Erdäpfelproduzenten. Rund 700 Lizenznehmer
erzeugen Produkte nach den AMA-Gütesiegel-Richtlinien. Mehr als 20
verschiedene Richtlinien samt freiwilliger Module legen die Kriterien
für die Produktion fest.

Diese werden von unabhängigen Stellen laufend kontrolliert. Rund
15.000 Kontrollen auf den teilnehmenden Betrieben sowie 10.000
Analysen von Produkten, Futtermittel-, Kot- oder Harnproben werden
jährlich in Auftrag gegeben oder von den 30 Personen des
AMA-Qualitätsmanagements selbst durchgeführt. Die AMA-Marketing ist
damit die größte Plattform für die freiwillige Qualitätssicherung von
Lebensmitteln.
(Schluss)

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