• 17.11.2014, 11:22:24
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Rupprechter: Gebäudesanierung ist Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele

Mustersanierung" für WIFO-Büro: Klima- und Energiefonds fördert

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6174 Im Bild
v.l.n.r. Clemens-A. Baldia, pwb Baldia GmbH, Karl Aiginger, Leiter
des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung,
Umweltminister Andrä Rupprechter und Ingmar Höbarth, Geschäftsführer
Klima- und Energiefonds

Utl.: Mustersanierung" für WIFO-Büro: Klima- und Energiefonds
fördert =

Wien (OTS) - Rund 8.500 Bürogebäude, die zwischen 1960-1980 gebaut
wurden, weisen in Österreich akuten Sanierungsbedarf auf. Wie eine
Kombination aus Einzelmaßnahmen neue Maßstäbe in Sachen
Energieeffizienz für sanierte Bürogebäude in Österreich setzen kann,
zeigt die Sanierung des Hauptgebäudes des Österreichischen Instituts
für Wirtschaftsforschung (WIFO). Jetzt bezieht das Gebäude100 Prozent
erneuerbare Energie aus Ökostrom und aus einer eigenen
71,1-Kilowatt-Photovoltaikanlage, hat seine benötigte
Fernwärmeleistung um über vier Fünftel (83%) reduziert und punktet
mit innovativen Lösungen in den Bereichen Klimatisierung, Heizung und
effizienter Energienutzung. Der Klima- und Energiefonds unterstützte
die Realisierung des ehrgeizigen Projekts aufgrund seiner
Vorbildwirkung mit der höchsten je vergebenen Fördersumme im Rahmen
des Mustersanierungsprogrammes. Die beindruckende Bilanz: Mit
Förderungen in der Höhe von 800.000 Euro konnte in Summe eine
Reduktion von 178 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr erzielt werden - das
entspricht rund 160.000 nicht gefahrenen LKW-Kilometern, also knapp 4
Erdumrundungen.

"Mit klugen Sanierungen, wie es das WIFO hier in Wien umgesetzt hat,
kommen wir der Erreichung der Klimaziele einen bedeutenden Schritt
näher: Gerade der Gebäudesektor muss langfristig planen, denn
Gebäude, die heute saniert werden, legen die Emissions-Standards der
nächsten rund 40 Jahre fest. Nun braucht es viele Nachahmer, die es
dem WIFO gleich tun", appelliert Umweltminister Andrä Rupprechter.

Neue Standards durch Förderung des Klima- und Energiefonds ermöglicht
Im Rahmen der Sanierung wurde das Bestandsgebäude mit 3.670 m2
umfassend thermisch-energetisch saniert. Weitere Maßnahmen waren der
Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die
Optimierung der Heizungsanlage und Beleuchtung. Darüber hinaus wurde
auf den Dächern des Hauptgebäudes und des Nebengebäudes eine
Photovoltaikanlage installiert. Das Projekt qualifizierte sich so für
die äußerst strengen Kriterien der Mustersanierungsförderung.

"Dem WIFO gebührt Lob und Dank: Die Sanierung des Büros ist nicht nur
für unser Mustersanierungsprogramm ein Meilenstein, sondern setzt
durch einen klugen Mix aus innovativen Einzelmaßnahmen neue Maßstäbe
und zeigt Zukunftslösungen für nachfolgende Projekte im Sektor
Bürogebäude auf", lobt Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar
Höbarth.

1 Million Euro Sanierungs-Investition schafft 14 neue Arbeitsplätze
Das Sanierungspotential in Österreich im Bereich Bürogebäude ist
groß. Vorzeigeprojekte wie das WIFO-Gebäude zeigen das
Einsparungspotential für Unternehmen deutlich auf, doch auch
gesamtökonomisch betrachtet bieten sich große Chancen, betont Karl
Aiginger, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstitutes: "Je Million
Euro Investition in thermische Sanierung werden rund 14
Beschäftigungsverhältnisse gesichert oder geschaffen. Wenn wir eine
Sanierungsrate von nur 3 Prozent erreichen würden - also 255 von 8500
Gebäude jährlich zumindest auf Niedrigenergiestandard bzw. sogar auf
Passivhausstandard sanieren - entspräche das rund 9.000 gesicherten
oder geschaffenen Arbeitsplätzen. Eine Sanierungsoffensive im Wohn-
und Bürobau stärkt Wachstum und Beschäftigung und ist zur Erreichung
der Klimaziele notwendig."

Hintergrundinformationen

Klima- und Energiefonds
Der Klima- und Energiefonds wurde 2007 durch die Bunddesregierung ins
Leben gerufen, um neue, innovative Wege für den Klimaschutz und eine
nachhaltige Energiewende zu entwickeln. Die Förderungen fließen in
Klimaschutz- und Energieprojekte aus den Bereichen der Forschung, der
Mobilität und der Marktdurchdringung. Eckpfeiler aller Maßnahmen sind
Nachhaltigkeit und Effizienz.

Die Sanierung des WIFO-Gebäudes wurde im Rahmen des Programmes
"Mustersanierung" gefördert. Der Klima- und Energiefonds legt bei
diesen best-practise-Beispielen besonderen Fokus auf einen möglichst
hohen Einsatz erneuerbarer Energien, den Einsatz klimaschonender
Rohstoffe und Produkte bei der Sanierung, technische und ökonomische
Multiplizierbarkeit, Maßnahmen zur Energieeffizienz, keinen oder
geringstmöglichen Kühlbedarf sowie einen hohen Innovationsgehalt.
Eine Mustersanierung verfolgt aber auch andere Ziele, wie etwa
Komfortsteigerung und damit verbunden erhöhte Lebens- bzw.
Wohnqualität. Mittlerweile hat der Klima- und Energiefonds mehr als
56 Mustersanierungen unterstützt, die nun als Vorzeigeprojekte
Zukunftslösungen aufzeigen und als Leuchttürme für Nachahmer
fungieren.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6174

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