- 14.11.2014, 22:00:32
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Neues Volksblatt: "Gesundheitspolitik" von Markus EBERT
Ausgabe vom 15. November 2014
Utl.: Ausgabe vom 15. November 2014 =
Linz (OTS) - Wenn die oberösterreichische SPÖ im Zusammenhang mit der
Spitalsreform II ihre Paktfähigkeit und damit auch ihre politische
Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzt, ist das grundsätzlich einmal ein
parteiinternes Problem. Die ständigen Absetzbewegungen von einem im
Landtag mitbeschlossenen Vorhaben aus wahltaktischen Gründen werden
aber dann zu einem allgemeinen Ärgernis, wenn - wie jetzt in Braunau
- in mehr als fragwürdiger Diktion Angstmache betrieben wird. Zu
behaupten, es sei "lebensbedrohlich", weil es im Braunauer
Krankenhaus keinen Herzkatheter gibt, ist schlicht unsäglich. Fragen
der Gesundheitsversorgung sind selbstverständlich hochpolitische
Fragen, weil sie wie kaum etwas anderes die Menschen ursächlich
berühren. Umso sorgsamer gilt es mit solchen Fragen umzugehen - was
keineswegs bedeutet, dass sie im politischen Diskurs nicht gestellt
werden dürfen. Allerdings ist der Stammtisch wohl kaum der geeignete
Ort, um über die Situierung eines Herzkatheters eine Fachdebatte zu
führen.
Zum Glück ist die offizielle Gesundheitspolitik des Landes OÖ anders
gestrickt, nämlich vorwärtsgewandt. Wenn nun, wie gestern von LH
Josef Pühringer bekannt gegeben, von der öffentlichen Hand die Kosten
für das Klinisch-Praktische Jahr der Medizinstudenten übernommen
werden, hilft das den Menschen nämlich mehr als eine demagogische
Debatte über medizinische Großgeräte.
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