• 13.11.2014, 14:40:14
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BIO AUSTRIA: Agrar-Umweltprogramm wird für Bio-Betriebe verbessert

Entwicklungsziele für Bio-Landwirtschaft bleiben jedoch hinter dem möglichen Potenzial zurück.

Utl.: Entwicklungsziele für Bio-Landwirtschaft bleiben jedoch hinter
dem möglichen Potenzial zurück. =

Wien (OTS) - Österreich wird heute ein geändertes
Agrar-Umweltprogramm (ÖPUL) für die Zeit bis 2020 bei der
EU-Kommission zur Genehmigung einreichen. Darin wird auf die Kritik
am bisherigen Entwurf reagiert, dass die Bio-Maßnahme bei
gleichzeitiger Reduzierung der Leistungsabgeltung mit zusätzlichen
Auflagen überlastet wurde. "Minister Rupprechter hat die Kritik von
BIO AUSTRIA ernst genommen und sich im Zuge des
EU-Genehmigungsverfahrens für entscheidende Verbesserungen
eingesetzt", so Rudolf Vierbauch über die aktuellen Änderungen. "Bio
wird auch im zukünftigen Agrar-Umweltprogramm eine zentrale Rolle
einnehmen und das ÖPUL eine wesentliche Stütze der Bio-Landwirtschaft
in Österreich bleiben."

Die ursprünglich geplanten zusätzlichen Auflagen hätten die Maßnahme
verkompliziert und gleichzeitig die Leistungsabgeltungen für die
biologische Bewirtschaftung gegenüber der aktuellen Programmperiode
deutlich reduziert. BIO AUSTRIA hat dies wiederholt kritisiert und
erhielt durch die Stellungnahme der EU-Kommission zum Programmentwurf
Rückenwind. "Durch die nun erfolgte Wieder-Vereinfachung wird das
ÖPUL für Bio-Betriebe praxistauglicher und wird daher eine größere
Akzeptanz bei den Bäuerinnen und Bauern erfahren. Zusammen mit den
bereits im März erfolgten Verbesserungen konnten wir die
Rahmenbedingungen für die Biobäuerinnen und Biobauern für die
ÖPUL-Periode bis 2020 spürbar verbessern", ist Vierbauch überzeugt.
"Vom, durch Minister Rupprechter bereits angekündigten,
Bio-Aktionsprogramm erwarten wir uns über Projektmaßnahmen etwa in
den Bereichen Bildung, Beratung, Qualitätsregelungen und Kooperation
zusätzliche Impulse für Bio", nimmt Vierbauch auf eine weitere
wichtige Initiative Bezug.

Dennoch bleibt festzustellen, dass die Abgeltungen für die Leistungen
der Biobäuerinnen und Biobauern im Vergleich zur Vorperiode niedriger
ausfallen werden. Die gesteckten Entwicklungsziele für Bio in
Österreich bleiben hinter dem möglichen Potenzial zurück: In Summe
sollen die geförderten Bio-Flächen bis 2020 um 50.000 Hektar wachsen,
der Bio-Anteil würde damit von derzeit ca. 20 Prozent auf 22 Prozent
steigen. Zum Vergleich: 2007-2013 wurde noch ein Wachstum von 70.000
Hektar programmiert, geworden sind es schließlich 84.000 Hektar. Laut
einer repräsentativen Umfrage von KeyQUEST unter konventionellen
Bäuerinnen und Bauern besteht mittelfristig das Potenzial, den
Bio-Anteil von derzeit 20 auf 40 Prozent zu verdoppeln - gute
politische Rahmenbedingungen vorausgesetzt. "Es ist schade, dass das
zukünftige ÖPUL nicht darauf abzielt, dieses Potenzial besser zu
nutzen. Die geplante Evaluierung nach zwei Jahren ist daher dringend
notwendig, um Kurskorrekturen für Bio rechtzeitig umzusetzen", so
Vierbauch abschließend.

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