BIO AUSTRIA: Agrar-Umweltprogramm wird für Bio-Betriebe verbessert

Entwicklungsziele für Bio-Landwirtschaft bleiben jedoch hinter dem möglichen Potenzial zurück.

Wien (OTS) - Österreich wird heute ein geändertes Agrar-Umweltprogramm (ÖPUL) für die Zeit bis 2020 bei der EU-Kommission zur Genehmigung einreichen. Darin wird auf die Kritik am bisherigen Entwurf reagiert, dass die Bio-Maßnahme bei gleichzeitiger Reduzierung der Leistungsabgeltung mit zusätzlichen Auflagen überlastet wurde. "Minister Rupprechter hat die Kritik von BIO AUSTRIA ernst genommen und sich im Zuge des EU-Genehmigungsverfahrens für entscheidende Verbesserungen eingesetzt", so Rudolf Vierbauch über die aktuellen Änderungen. "Bio wird auch im zukünftigen Agrar-Umweltprogramm eine zentrale Rolle einnehmen und das ÖPUL eine wesentliche Stütze der Bio-Landwirtschaft in Österreich bleiben."

Die ursprünglich geplanten zusätzlichen Auflagen hätten die Maßnahme verkompliziert und gleichzeitig die Leistungsabgeltungen für die biologische Bewirtschaftung gegenüber der aktuellen Programmperiode deutlich reduziert. BIO AUSTRIA hat dies wiederholt kritisiert und erhielt durch die Stellungnahme der EU-Kommission zum Programmentwurf Rückenwind. "Durch die nun erfolgte Wieder-Vereinfachung wird das ÖPUL für Bio-Betriebe praxistauglicher und wird daher eine größere Akzeptanz bei den Bäuerinnen und Bauern erfahren. Zusammen mit den bereits im März erfolgten Verbesserungen konnten wir die Rahmenbedingungen für die Biobäuerinnen und Biobauern für die ÖPUL-Periode bis 2020 spürbar verbessern", ist Vierbauch überzeugt. "Vom, durch Minister Rupprechter bereits angekündigten, Bio-Aktionsprogramm erwarten wir uns über Projektmaßnahmen etwa in den Bereichen Bildung, Beratung, Qualitätsregelungen und Kooperation zusätzliche Impulse für Bio", nimmt Vierbauch auf eine weitere wichtige Initiative Bezug.

Dennoch bleibt festzustellen, dass die Abgeltungen für die Leistungen der Biobäuerinnen und Biobauern im Vergleich zur Vorperiode niedriger ausfallen werden. Die gesteckten Entwicklungsziele für Bio in Österreich bleiben hinter dem möglichen Potenzial zurück: In Summe sollen die geförderten Bio-Flächen bis 2020 um 50.000 Hektar wachsen, der Bio-Anteil würde damit von derzeit ca. 20 Prozent auf 22 Prozent steigen. Zum Vergleich: 2007-2013 wurde noch ein Wachstum von 70.000 Hektar programmiert, geworden sind es schließlich 84.000 Hektar. Laut einer repräsentativen Umfrage von KeyQUEST unter konventionellen Bäuerinnen und Bauern besteht mittelfristig das Potenzial, den Bio-Anteil von derzeit 20 auf 40 Prozent zu verdoppeln - gute politische Rahmenbedingungen vorausgesetzt. "Es ist schade, dass das zukünftige ÖPUL nicht darauf abzielt, dieses Potenzial besser zu nutzen. Die geplante Evaluierung nach zwei Jahren ist daher dringend notwendig, um Kurskorrekturen für Bio rechtzeitig umzusetzen", so Vierbauch abschließend.

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