- 13.11.2014, 14:14:01
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BRICS-Konferenz 2014 der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
Koren: Gemeinsam die Segel neu setzen und zu neuen Ufern aufbrechen. Rund um BRICS haben sich eine Reihe Emerging Markets etabliert, die prosperieren
Utl.: Koren: Gemeinsam die Segel neu setzen und zu neuen Ufern
aufbrechen. Rund um BRICS haben sich eine Reihe Emerging
Markets etabliert, die prosperieren =
Wien (OTS/PWK805) - "Das BRICS-Jahrzehnt ist zwar vorbei, aber rund
um Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben sich eine
Reihe anderer Emerging Markets etabliert, die weiterhin
prosperieren", betonte Richard Schenz, Vizepräsident der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei seiner heutigen
Eröffnungsrede zur fünften BRICS-Konferenz der AUSSENWIRTSCHAFT
AUSTRIA im Haus der Wirtschaft in Wien. Schenz: "Während das
Wirtschaftswachstum der Industriestaaten heuer durchschnittlich bei
rund 1,7% liegt, so macht das BIP-Plus der Emerging Markets etwa 4,5%
und dieser Trend wird sich mittelfristig fortsetzen." Die Konferenz
stand heuer unter dem Motto "BRICS vs NAFTA - The Ups and Downs in
the Economic Order".
"Der Begriff BRICS steht heute als Synonym für alle Emerging
Markets. Gemeinsam mit den NAFTA-Staaten sind diese Märkte das
Kraftzentrum der globalen Wirtschaft", sagte Walter Koren, Leiter der
AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ. Das gelte es zu erkennen und
dementsprechend müssen die Anstrengungen, insbesondere
exportorientierter Unternehmen, dorthin gehen, in diese Regionen zu
expandieren. Koren: "Wenn der Wind der Veränderung weht, suchen
manche im Hafen Schutz, während andere die Segel neu setzen. Wir
gehören zu Zweiteren und zeigen den österreichischen Unternehmen den
Weg in neue Absatzmärkte." Wovon man aber abkehren müsse, sei der
Glaube daran, dass die globale Wirtschaftsentwicklung stetig linear
bergauf gehe. Umso wichtiger sei daher eine Diversifizierung der
Zielmärkte, um Rückschläge in einem Markt besser abfangen zu können.
"Setzen wir daher gemeinsam die Segel neu und brechen zu neuen Ufern
auf", so Koren abschließend.
Keynote-Speakerin Rachel Ziemba (Director Emerging Markets,
Roubini Global Economics UK) wies darauf hin, dass "sich das Denken
in Regionen mit einer einheitlichen wirtschaftlichen überholt hat.
Vielmehr müssen sich Unternehmen für einen nachhaltigen Erfolg
einzelne Länder genauer ansehen und die Möglichkeiten in diesen
analysieren." Das stärkere Wirtschaftswachstum werde in den Emerging
Markets generell zwar stabil bleiben, aber nicht mehr wie in der
Vergangenheit so steil nach oben gehen. Für lateinamerikanische
Märkte erwartet Ziemba künftig ein etwas stärkeres Wachstum, während
das Wachstum in asiatischen Emerging Markets leicht zurückgehen
werde, aber immer noch weit über jenem von Europa liegen werde. Unter
den Emerging Markets nannte Ziemba exemplarisch zwei, nämlich Mexiko
und Indien, die künftig hervorstechen werden, da sich beide Länder
auf einem guten Reformweg befänden. Eine wieder stärker tragende
Rolle attestiert die Analystin den USA, die sich gut erholt haben,
auch wenn die Wachstumsraten noch nicht auf dem Stand vor der
Finanzkrise liegen.
Bei der Konferenz wurden in hochkarätig besetzten Panels unter
anderem die Fragen erörtert, woher das wirtschaftliche Wachstum in
den nächsten Jahren kommen wird und ob etwa die NAFTA Länder USA,
Kanada und Mexiko stärker in den Fokus rücken werden. In- und
ausländische Top-Manager sowie Experten aus Wirtschaft und
Wissenschaft debattierten die Fachthemen Luftfahrtindustrie,
Informations- und Kommunikations-Technologie, Energie und Rohstoffe
sowie Automobilindustrie. Die einzelnen Diskussionspanels wurden von
den österreichischen Wirtschaftsdelegierten aus den BRICS- und
NAFTA-Ländern moderiert. Zusätzlich standen die
Wirtschaftsdelegierten sowie die Technologie-Experten der
AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA für Einzelgespräche interessierten
Unternehmen zur Verfügung.
Den Abschluss der Tages-Konferenz bildet ab 17:00 Uhr die
Horizonte-Veranstaltung "New & Old Emerging Markets - Where is the
Future Growth?", bei der makroökonomische Trends diskutiert werden.
Keynote-Speaker bei der Abendveranstaltung ist Simon Quijano-Evans
(Head of EM-Research, Commerzbank AG London). An der anschließenden
Diskussionsrunde nehmen neben Quijano-Evans auch Jay Peng (Huawei
Österreich), Wolfgang Litzlbauer (Vorstand, MIBA Group) sowie Rachel
Ziemba teil. (BS)
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