Entwarnung für Metamizol: Ein sicheres und wirksames Schmerz-Medikament

Österreichische Schmerzgesellschaft informiert im Rahmen der 14. Österreichischen Schmerzwochen zu einer breiten Palette von schmerzmedizinischen Themen

Wien (OTS) - Die in der Schmerztherapie verwendete Substanz Metamizol befindet sich gegenwärtig in einem Comeback - der Vorwurf eines erhöhten Nebenwirkungs (Agranulozytose)-Risikos hatte zuvor zu Diskussionen und mitunter Zurückhaltung beim Einsatz von Metamizol geführt. "Metamizol ist ein sicheres und wirksames Medikament, das insbesondere in der Schmerztherapie nicht fehlen darf", gibt eine aktuelle Übersichtsarbeit in "Der Schmerz" von ÖSG-Präsident Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Lampl (Linz) und Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar (Klagenfurt) Entwarnung.

Metamizol (ein Pyrazolonderivat) ist ein Nicht-Opioid mit stark schmerzlindernder, fiebersenkender und krampflösender Wirkung, und wird etwa in der Akuttherapie postoperativer Schmerzen eingesetzt, aber auch gegen Kopfschmerzen oder bei Kindern in der Indikation Schmerz und Fieber. "Das Risiko, an einer Agranulozytose zu erkranken, liegt bei Metamizol tatsächlich höher als nach Einnahme von ASS, Paracetamol und Ibuprofen. Allerdings weist Metamizol beispielsweise im Vergleich mit Diclofenac ein 100-fach niedrigeres Risiko auf, an schweren gastrointestinalen Komplikationen zu erkranken", so die Studienautoren. Eine zusätzliche Gabe von Magenschutzmedikamenten wie bei manchen NSAID sei bei Metamizol nicht nötig, es bestehe kein erhöhtes Blutungsrisiko.

Im Zeitraum zwischen 2001 und 2005 wurden laut einem Expertenstatement in Österreich 0,026 Fälle von Agranulozytose pro eine Million Matamizol-Patiententage gefunden. "Auffallend ist, dass die extrem seltene Nebenwirkung Agranulozytose stets im Zusammenhang mit Metamizol diskutiert wird, obwohl auch zahlreiche andere Substanzgruppen dieses Risiko aufweisen", betonen die Autoren. "Außerdem lässt sich in Europa ein deutliches Nord-Süd-Gefälle beobachten, die Häufigkeit der Agranulozytose liegt in Skandinavien wesentlich höher als in Mittel- und Südeuropa."

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