• 06.11.2014, 09:26:08
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Entwarnung für Metamizol: Ein sicheres und wirksames Schmerz-Medikament

Österreichische Schmerzgesellschaft informiert im Rahmen der 14. Österreichischen Schmerzwochen zu einer breiten Palette von schmerzmedizinischen Themen

Utl.: Österreichische Schmerzgesellschaft informiert im Rahmen der
14. Österreichischen Schmerzwochen zu einer breiten Palette
von schmerzmedizinischen Themen =

Wien (OTS) - Die in der Schmerztherapie verwendete Substanz Metamizol
befindet sich gegenwärtig in einem Comeback - der Vorwurf eines
erhöhten Nebenwirkungs (Agranulozytose)-Risikos hatte zuvor zu
Diskussionen und mitunter Zurückhaltung beim Einsatz von Metamizol
geführt. "Metamizol ist ein sicheres und wirksames Medikament, das
insbesondere in der Schmerztherapie nicht fehlen darf", gibt eine
aktuelle Übersichtsarbeit in "Der Schmerz" von ÖSG-Präsident Prim.
Univ.-Prof. Dr. Christian Lampl (Linz) und Prim. Univ.-Prof. Dr.
Rudolf Likar (Klagenfurt) Entwarnung.

Metamizol (ein Pyrazolonderivat) ist ein Nicht-Opioid mit stark
schmerzlindernder, fiebersenkender und krampflösender Wirkung, und
wird etwa in der Akuttherapie postoperativer Schmerzen eingesetzt,
aber auch gegen Kopfschmerzen oder bei Kindern in der Indikation
Schmerz und Fieber. "Das Risiko, an einer Agranulozytose zu
erkranken, liegt bei Metamizol tatsächlich höher als nach Einnahme
von ASS, Paracetamol und Ibuprofen. Allerdings weist Metamizol
beispielsweise im Vergleich mit Diclofenac ein 100-fach niedrigeres
Risiko auf, an schweren gastrointestinalen Komplikationen zu
erkranken", so die Studienautoren. Eine zusätzliche Gabe von
Magenschutzmedikamenten wie bei manchen NSAID sei bei Metamizol nicht
nötig, es bestehe kein erhöhtes Blutungsrisiko.

Im Zeitraum zwischen 2001 und 2005 wurden laut einem
Expertenstatement in Österreich 0,026 Fälle von Agranulozytose pro
eine Million Matamizol-Patiententage gefunden. "Auffallend ist, dass
die extrem seltene Nebenwirkung Agranulozytose stets im Zusammenhang
mit Metamizol diskutiert wird, obwohl auch zahlreiche andere
Substanzgruppen dieses Risiko aufweisen", betonen die Autoren.
"Außerdem lässt sich in Europa ein deutliches Nord-Süd-Gefälle
beobachten, die Häufigkeit der Agranulozytose liegt in Skandinavien
wesentlich höher als in Mittel- und Südeuropa."

Weitere Details zu diesem Thema und alle laufend aktualisierten
Medieninformationen zu den 14. Österreichischen Schmerzwochen:
http://www.bkkommunikation.com/de/journalistenservice/aktuell/

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