ÖH begrüßt Mitterlehner-Forderungen zur Rot-Weiß-Rot-Card

Weiterentwicklung positiv, weitere Schritte müssen folgen

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) begrüßt die heute in einer Pressekonferenz von Wissenschaftsminister Mitterlehner, Außenminister Kurz, uniko-Präsident Schmidinger und Wirtschaftskammerpräsident Leitl präsentierte Forderung nach einer Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Karte. "Es ist erfreulich, dass sich hier endlich etwas tut", sagt Bernhard Lahner vom Vorsitzteam der ÖH in einer ersten Reaktion: "Sowohl die zeitliche Begrenzung der Jobsuche als auch das Mindestentgelt führten in der Vergangenheit dazu, dass zahlreiche Studierende nicht in Österreich bleiben konnten. Auch die Ausweitung auf Bachelorabsolvent_innen sehen wir positiv." Die ÖH fordert zusätzlich zu den heute präsentierten Plänen weiterhin die generelle Öffnung des Arbeitsmarktes für Studierende aus Drittstaaten - auch und vor allem während des Bachelorstudiums. "Dieser Punkt ist und bleibt für uns zentral", so Lahner.

Besonders freut die ÖH, dass zukünftig auch Bachelorabsolvent_innen die Möglichkeit für eine Rot-Weiß-Rot-Karte haben sollen. Bisher hatte diese Gruppe aufgrund der gesetzlichen Situation keinen Zugang. "Damit wird der Bachelor endlich auch im Bereich des Aufenthalts als vollwertiger akademischer Abschluss angesehen", freut sich Lahner. Die geforderte Senkung des Mindestverdienstes begrüßt der Studierendenvertreter ebenfalls: "In der Vergangenheit konnten Doktorand_innen die Rot-Weiß-Rot-Karte wegen des zu geringen Verdienstes nicht in Anspruch nehmen. Das könnte sich jetzt ändern."

Auch die Verlängerung des Zeitraums, in dem eine Arbeitsstelle gefunden werden muss, sieht die ÖH positiv. "Diese Hürde auf 12 Monate zu senken ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir würden sogar noch weitergehen und die Regelung an die Situation in Deutschland anpassen", sagt Lahner. In Deutschland beträgt der Zeitraum, in dem Absolvent_innen eine Stelle finden müssen, 18 Monate.

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