• 04.11.2014, 15:06:12
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Lebenshilfe Österreich fordert Verbesserungen bei Pflegereform und inklusiver Schule

Wien (OTS) - Die Lebenshilfe Österreich begrüßt die heute von
Bundessozialminister Hundstorfer im Ministerrat beschlossene
sozialrechtliche Verbesserung für pflegende Eltern von Kindern mit
Beeinträchtigungen. Allerdings sollten darüber die angedachten
Verschlechterungen bei der Pflegegeldgesetzesnovelle, die einen
erschwerten Zugang zu den ersten zwei Pflegegeldstufen vorsehen,
nicht vergessen werden. Die Lebenshilfe Österreich hofft, dass
hierbei Sonderregelungen für Menschen mit intellektueller
Beeinträchtigung seitens des Ministeriums eingeplant werden.

Menschen mit Beeinträchtigungen sind auch Thema in der heute
veröffentlichten - von Bundessozialminister Hundstorfer in Auftrag
gegebenen - Studie der Universität Innsbruck, die deutlich macht,
dass Österreich mit der Aufrechterhaltung der Sonderschulen die UN
Behindertenrechtskonvention eindeutig verletzt.

Daher unterstützt die Lebenshilfe Österreich den Antrag der Grünen
auf inklusiven Unterricht für alle, der heute im Unterrichtsausschuss
diskutiert wurde. Lebenshilfe-Präsident Univ. Prof. Dr. Germain Weber
fordert von Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek erneut einen klaren
Zeitrahmen und erinnert an den von der Lebenshilfe präsentierten
Stufenplan zur inklusiven Schule, der die kontinuierliche Umwandlung
von Sonderschulen in inklusive Schulen für alle Kinder österreichweit
bis 2020 vorsieht. Dies beinhaltet keinen weiteren Ausbau von neuen
Sonderschulstandorten. "An der Umwandlung von Regel- und
Sonderschulen in inklusive Schulen führt kein Weg vorbei, wenn wir
zukunftsorientiert und zum Wohle der nächsten Generationen denken",
so Weber abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LBH

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