• 31.10.2014, 14:09:12
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WKÖ zu Arbeitsmarkt: Verlust des EU-Spitzenplatzes ist alarmierendes Signal

Gleitsmann: Deutsche Reformen greifen, Handlungsbedarf in Österreich - thermische Sanierung verlängern

Utl.: Gleitsmann: Deutsche Reformen greifen, Handlungsbedarf in
Österreich - thermische Sanierung verlängern =

Wien (OTS/PWK759) - Im EU-Vergleich der Arbeitslosenraten wurde
Österreich, lange Nummer 1, nun von Deutschland überholt, wie
aktuelle Eurostat-Daten für September 2014 belegen. "Das muss in
Österreich alle Alarmglocken läuten lassen", betont Martin
Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hauptgrund dafür, dass Österreich seinen Spitzenplatz eingebüßt
hat, ist aus seiner Sicht, dass unser Land bei wichtigen Reformen
hinter dem Nachbarn zurückliegt: "Bei unseren deutschen Nachbarn
hingegen wurden mutig Arbeitsmarktreformen durchgezogen, die nun
greifen, Stichwort Hartz IV. Außerdem sind die Lohnnebenkosten in
Deutschland spürbar niedriger als bei uns. Gleichzeitig gelang es der
Politik in Deutschland, den Beitragssatz in der
Arbeitslosenversicherung in den letzten 10 Jahren von 6,5 % auf
derzeit 3 % zu senken. All diese Schritte haben die Beschäftigung in
Deutschland nachhaltig angekurbelt", so Gleitsmann.

Auch angesichts der jüngsten WIFO-Daten, die belegen, dass das
Wirtschaftswachstum in Österreich zum Stillstand gekommen ist, seien
Strukturreformen und Wachstumsimpulse für die Wirtschaft überfällig.
Erste Schritte in die richtige Richtung habe es bereits gegeben, doch
jetzt müssten rasch weitere folgen, betont Gleitsmann und verweist
auf die dringend erforderliche Verlängerung der Thermischen Sanierung
und in die Nutzung der 180 Mio. Euro liegengebliebener
Wohnbauförderung. (PM)

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