- 24.10.2014, 09:29:22
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Anzeige gegen Jagdgatter Josef Pröll wegen Hochwassergefährdung
Video zeigt: durch hohe Wilddichte im Gatter wurde Waldboden zerstört und kann kein Wasser mehr speichern - 50 Mill l/Stunde fließen ins Tal, Auffangbecken wird nötig
Utl.: Video zeigt: durch hohe Wilddichte im Gatter wurde Waldboden
zerstört und kann kein Wasser mehr speichern - 50 Mill
l/Stunde fließen ins Tal, Auffangbecken wird nötig =
Wien (OTS) - Wegen Tierquälerei und Waldverwüstung wurde der nö
Landesjägermeister Josef Pröll zusammen mit Alfons Mensdorff-Pouilly
aufgrund deren Massenabschüsse von Wildschweinen in einem Jagdgatter
in Kaumberg in NÖ schon angezeigt. Ein Jagdkollege hat sogar
innerhalb der Landesjägerschaft ein Disziplinarverfahren gegen Josef
Pröll eingeleitet. Doch dieser steckt den Kopf in den Sand und
reagiert nicht. Nun schritt der Ökojagdverband zur nächsten Anzeige,
diesmal aufgrund von § 180 Strafgesetzbuch "Vorsätzlicher
Beeinträchtigung der Umwelt", siehe http://tinyurl.com/ol34d4l mit
dem genauen Wortlaut.
Für die Jagd werden im Gatter sehr hohe Wilddichten herangezüchtet
und dadurch der Waldboden komplett zerstört. Da der Humus vollständig
fehlt, fließt bei Regen das gesamte Wasser ins Tal ab, anstatt im
Boden zu versickern. Bei 250 ha Größe sind das 50 Millionen Liter pro
Stunde, die zum Hochwasser im Tal direkt beitragen. Aufgrund der
bisherigen Erfahrungen muss nun mit Steuergeldern ein eigenes
Hochwasserauffangbecken unterhalb des Gatters gebaut werden. Bei
Anfrage an die Landesregierung mit Landeshauptmann Erwin Pröll, dem
Onkel des betroffenen Landesjägermeisters Josef Pröll, wurde
mitgeteilt, dass das Gatter aber deshalb nicht beanstandet werde.
Deshalb die Anzeige.
Ein neues Video dokumentiert die Situation im Gatter bei Regen - ein
einziger Bach! - und im Vergleich dazu den umliegenden Wald zur
selben Zeit ohne erkennbarem Oberflächenwasser:
http://youtu.be/RmZZeV5Zclk
VGT-Obmann Martin Balluch ist erbost: "Josef Pröll glaubt
offensichtlich, dass er sich mit der Rückendeckung seines Onkels als
Landeshauptmann alles erlauben kann! Doch ist nicht nur die Mehrheit
der Menschen über sein Verhalten entsetzt, es ist auch in vieler
Hinsicht rechtswidrig. Wie kommen die SteuerzahlerInnen dazu, mit
Millionen Euro ein Auffangbecken zu finanzieren, nur damit Josef
Pröll seine Jagdleidenschaft auf massenhaft gezüchtete Wildschweine
befriedigen kann. Wir erwarten, dass die Behörde endlich etwas
unternimmt und diesem Spuk ein Ende setzt. Und die Politik müsste
sofort handeln und die Jagd auf gezüchtete Tiere, insbesondere in
Gattern, endlich verbieten."
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