KONSUMENT: Wohnbaukredite - nur der Vergleich macht sicher

Große Kostendifferenzen zwischen einzelnen Angeboten, verhandeln lohnt sich

Wien (OTS/VKI) - Die Kreditzinsen sind auf einem Rekordtief und für viele, die sich ihren Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung erfüllen wollen, scheinen Darlehen derzeit verführerisch günstig. Dennoch sollten vorschnelle Finanzierungsentscheidungen auf jeden Fall vermieden werden - selten war der Spielraum zwischen unverhandeltem Erstangebot und Bestpreiskredit so groß wie jetzt. Das zeigt auch eine aktuelle Erhebung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), bei der die Konditionen für einen Kreditbetrag von 250.000 Euro (bei einer Laufzeit von 25 Jahren und guter Bonität) verglichen wurden. Das Ergebnis: Zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter lagen bis zu 30.000 Euro Unterschied. Den Testbericht im Detail gibt es unter www.konsument.at sowie in der Novemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

Neben der Frage, welche Kreditrate man sich eigentlich leisten kann, steht bei der Kreditanbahnung vor allem der Vergleich von Angeboten im Mittelpunkt. Im Vorfeld mögen manche Details noch nicht so wichtig erscheinen. Doch im Lauf einer langen Rückzahlungsphase werden auch aus Nachkommastellen teils beträchtliche Geldbeträge.

Das zeigt in der VKI-Erhebung das Beispiel eines Wohnbaukredits für ein Einfamilienhaus in der Höhe von 250.000 Euro. Bei einem Eigenmittelanteil von 40 Prozent und variabler Verzinsung bietet creditnet.at bei guter Bonität derzeit einen Effektivzinssatz von 1,3 Prozent. Die BAWAG PSK dagegen bietet 1,7 Prozent. Rechnet man auf dieser Grundlage die Gesamtbelastung aus, so ergibt sich am Ende der Laufzeit von 25 Jahren eine Differenz von 15.733 Euro.

"Wer auch nur eine geringe Reduktion der Bankmarge aushandelt, kann sich also langfristig viel Geld sparen", erklärt VKI-Finanzierungsexperte Bernd Lausecker. "Doch nicht nur die Verzinsung selbst, sondern auch bestimmte Nebenkosten wie Kontoführungs- und Bearbeitungsgebühren, Ausgaben für Schätzungen oder Bonitätsprüfungen sind verhandelbar." Vor allem bei den Bearbeitungsspesen, aber auch bei der Höhe der Pfandrechtseintragung gibt es bei vielen Instituten Spielraum nach unten.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Verhandlung ist dabei eine gute Kenntnis der Marktkonditionen. Genau hier liegt jedoch oft das Problem, denn unterschiedliche Laufzeiten und Rückzahlungsmodalitäten sowie Modelle mit fixer und variabler Verzinsung machen die Angebote einzelner Banken nur schwer vergleichbar. "Eine erste Hilfestellung bieten hier Vergleichsplattformen im Internet", rät Lausecker. "Auch unabhängige Vermögensberater können bei der Entscheidungsfindung unterstützen."

SERVICE: Den ausführlichen Bericht zur Wohnraumfinanzierung gibt es in der aktuellen Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT sowie unter www.konsument.at. Auf der Seite www.konsument.at/wohnbaukredite112014 bietet der VKI zudem einen eigenen Bonitätsrechner an.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/Testmagazin "Konsument"
Mag. Andrea Morawetz, Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
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www.konsument.at

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