- 23.10.2014, 08:42:43
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KONSUMENT: Wohnbaukredite - nur der Vergleich macht sicher
Große Kostendifferenzen zwischen einzelnen Angeboten, verhandeln lohnt sich
Utl.: Große Kostendifferenzen zwischen einzelnen Angeboten,
verhandeln lohnt sich =
Wien (OTS/VKI) - Die Kreditzinsen sind auf einem Rekordtief und für
viele, die sich ihren Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung
erfüllen wollen, scheinen Darlehen derzeit verführerisch günstig.
Dennoch sollten vorschnelle Finanzierungsentscheidungen auf jeden
Fall vermieden werden - selten war der Spielraum zwischen
unverhandeltem Erstangebot und Bestpreiskredit so groß wie jetzt. Das
zeigt auch eine aktuelle Erhebung des Vereins für
Konsumenteninformation (VKI), bei der die Konditionen für einen
Kreditbetrag von 250.000 Euro (bei einer Laufzeit von 25 Jahren und
guter Bonität) verglichen wurden. Das Ergebnis: Zwischen günstigstem
und teuerstem Anbieter lagen bis zu 30.000 Euro Unterschied. Den
Testbericht im Detail gibt es unter www.konsument.at sowie in der
Novemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.
Neben der Frage, welche Kreditrate man sich eigentlich leisten
kann, steht bei der Kreditanbahnung vor allem der Vergleich von
Angeboten im Mittelpunkt. Im Vorfeld mögen manche Details noch nicht
so wichtig erscheinen. Doch im Lauf einer langen Rückzahlungsphase
werden auch aus Nachkommastellen teils beträchtliche Geldbeträge.
Das zeigt in der VKI-Erhebung das Beispiel eines Wohnbaukredits
für ein Einfamilienhaus in der Höhe von 250.000 Euro. Bei einem
Eigenmittelanteil von 40 Prozent und variabler Verzinsung bietet
creditnet.at bei guter Bonität derzeit einen Effektivzinssatz von 1,3
Prozent. Die BAWAG PSK dagegen bietet 1,7 Prozent. Rechnet man auf
dieser Grundlage die Gesamtbelastung aus, so ergibt sich am Ende der
Laufzeit von 25 Jahren eine Differenz von 15.733 Euro.
"Wer auch nur eine geringe Reduktion der Bankmarge aushandelt,
kann sich also langfristig viel Geld sparen", erklärt
VKI-Finanzierungsexperte Bernd Lausecker. "Doch nicht nur die
Verzinsung selbst, sondern auch bestimmte Nebenkosten wie
Kontoführungs- und Bearbeitungsgebühren, Ausgaben für Schätzungen
oder Bonitätsprüfungen sind verhandelbar." Vor allem bei den
Bearbeitungsspesen, aber auch bei der Höhe der Pfandrechtseintragung
gibt es bei vielen Instituten Spielraum nach unten.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Verhandlung ist dabei eine
gute Kenntnis der Marktkonditionen. Genau hier liegt jedoch oft das
Problem, denn unterschiedliche Laufzeiten und Rückzahlungsmodalitäten
sowie Modelle mit fixer und variabler Verzinsung machen die Angebote
einzelner Banken nur schwer vergleichbar. "Eine erste Hilfestellung
bieten hier Vergleichsplattformen im Internet", rät Lausecker. "Auch
unabhängige Vermögensberater können bei der Entscheidungsfindung
unterstützen."
SERVICE: Den ausführlichen Bericht zur Wohnraumfinanzierung gibt
es in der aktuellen Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT sowie unter
www.konsument.at. Auf der Seite www.konsument.at/wohnbaukredite112014
bietet der VKI zudem einen eigenen Bonitätsrechner an.
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