- 23.10.2014, 08:42:22
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KONSUMENT: Keine Gen-Pollen und Pestizide in getestetem Honig
Lupenreines Ergebnis bei Laboranalyse - Herkunft meist nicht aus Österreich
Utl.: Lupenreines Ergebnis bei Laboranalyse - Herkunft meist nicht
aus Österreich =
Wien (OTS/VKI) - Seit kurzem gibt es zwar ein rechtliches Schlupfloch
für gentechnisch veränderte Pollen. Erfreulicherweise konnte der
Verein für Konsumenteninformation (VKI) - zumindest vorläufig - keine
Gen-Pollen in Honig nachweisen. Das Ergebnis der aktuellen
Untersuchung von 20 Blütenhonigen fiel generell überraschend positiv
aus. Denn weder Antibiotika noch Pestizide, wie etwa die im letzten
Jahr heftig diskutierten Neonicotinoide, wurden gefunden. Kein Honig
war zudem durch unerlaubte Zusätze verfälscht oder gärend. Auch die
Bestimmung der Herkunft des Honigs (mittels Analyse der Pollenkörner)
zeigt, dass die Angaben der Hersteller zutreffen. Der Großteil der
getesteten Honige stammt allerdings nicht aus Österreich. Wer statt
Importhonig ein heimisches Produkt bevorzugt, muss meist auch etwas
tiefer in die Tasche greifen. Alle Details zum Test gibt es in der
aktuellen Novemberausgabe des Testmagazins KONSUMENT und unter
www.konsument.at.
Importhonig dominiert im Handel
Viele Österreicher sind sich womöglich gar nicht bewusst, dass sie
keinen Honig aus Österreich kaufen. Zwei Drittel des im Handel
verkauften Honigs kommen aus dem Ausland. Dieses Verhältnis spiegelt
sich auch im Test wider: 13 der 20 Blütenhonige stammen laut
Laboranalyse aus dem Ausland, und zwar vorwiegend aus Ost- und
Südeuropa sowie aus Mittelamerika.
Wer auf heimische Ware Wert legt, sollte daher auf die
Herkunftsangabe achten. Hersteller sind verpflichtet, das
Herkunftsland des Honigs (so z.B. Österreich) anzugeben. Mit Ausnahme
des "natürlich für uns" Bio-Blütenhonigs von Pfeiffer wurde diese
Vorgabe auch bei allen getesteten Produkten erfüllt.
Ganz so einfach lässt sich die Herkunft dennoch nicht immer
herleiten: Denn wenn es sich um eine Honigmischung aus mehreren
Ländern handelt, reicht etwa auch die allgemeine Angabe "EU-Länder"
oder "Nicht-EU-Länder". Je nach Herkunft des Honigs können auch beide
Angaben auf dem Produkt zu finden sein. "Wirklich aussagekräftig ist
diese Information für Konsumenten dann aber nicht mehr", wendet
VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Zellhofer ein. "Auch die
Formulierung ,hergestellt in Österreich█ sagt per se nicht viel aus.
Es bedeutet nur, dass der Honig in Österreich abgefüllt wurde. Woher
er tatsächlich kommt, geht daraus nicht hervor."
SERVICE: Die Testdetails, u.a. die Ergebnisse der Honigverkostung,
gibt es in der aktuellen Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT sowie
unter www.konsument.at.
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