- 20.10.2014, 12:00:34
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2030 ein Drittel des Energieverbrauchs mit Biomasse decken
Energielandesrat Schwaiger: Biomasse überholt Wasserkraft in Salzburg
Utl.: Energielandesrat Schwaiger: Biomasse überholt Wasserkraft in
Salzburg =
Salzburg (OTS) - "Nutzt man die verfügbaren Biomassepotenziale
konsequent, dann kann der Bioenergiesektor im Jahr 2030 rund ein
Drittel des heimischen Energiebedarfs decken, sofern gleichzeitig die
von der EU angestrebte 30%-ige Reduktion des Energieverbrauchs
erreicht wird", präsentiert Horst Jauschnegg, Vorsitzender des
Österreichischen Biomasse-Verbandes, die neuesten Prognosen des
Verbandes anlässlich des 18. Österreichischen Biomassetages in
Salzburg, im Beisein des Energielandesrates Josef Schwaiger und des
Präsidenten der Kammer für Land- und Forstwirtschaft, Franz Eßl.
Agrar- und Abfallsektor gewinnt an Bedeutung
In Österreich wurde der Biomasseeinsatz von 2005 bis 2012 um 56%
gesteigert. Werden die brachliegenden Rohstoffpotenziale aus der
Forst- und Holzwirtschaft, der Landwirtschaft und aus dem
Abfallsektor mobilisiert, dann ist eine weitere Steigerung der
Biomassenutzung um 20% bis 2020 bzw. um 38% bis 2030 möglich. Der
Wald wird 2030 mit einem Anteil von 71% immer noch den überwiegenden
Anteil der Biomasse liefern. Das für den Zeitraum von 2012 bis 2030
geschätzte Biomasseausbaupotenzial in der Höhe von 93 PJ ist jedoch
zu 57% dem Agrar- und Abfallsektor und nur zu 43% dem Forstsektor
zuzuordnen. Für den Ausbau braucht es aber Rahmenbedingungen, die
eine nachhaltige und effiziente Nutzung der heimischen
Biomasseressourcen ermöglichen. Mit Blickrichtung auf das Jahr 2050
wird erwartet, dass Biomasse verstärkt zur Stromerzeugung, zur
industriellen Wärmeerzeugung für Hochtemperaturprozesse sowie im
Verkehrssektor eingesetzt wird, wobei Biokraftstoffe vor allem im
Luftfahrtsektor massiv an Bedeutung gewinnen könnten. Dennoch bleibt
im Jahr 2030 der Wärmemarkt mit über 75% Marktanteil weiterhin der
dominierende Bioenergiemarkt.
Nachverdichtung und Effizienzsteigerung als Schwerpunkte
"Biomasse ist ein wesentlicher Teil der Salzburger-Energieoffensive.
Obwohl Salzburg als klassisches Wasserkraftland wahrgenommen wird,
wird in Salzburg deutlich mehr erneuerbare Energie aus Biomasse
gewonnen. Rund 60% des erneuerbaren Energieaufkommens stammen aus
Biomasse, weniger als 40% aus Wasserkraft. Ohne die Investitionen im
Bereich der Biomasse wären wir im Ländervergleich beim Einsatz
erneuerbarer Energie nicht unter den führenden Regionen, sondern
bestenfalls im Mittelfeld. Die zukünftigen Schwerpunkte sehe ich vor
allem in der Nachverdichtung der Netze unserer
Biomasse-Nahwärmeversorgungsanlagen und die weitere Steigerung der
Effizienz. Für die heimische Holzwirtschaft birgt vor allem die
Mobilisierung von Biomasse im bäuerlichen Kleinwald noch zusätzliches
Potenzial", sagt Energielandesrat Josef Schwaiger.
Positive Auswirkung auf Wald und Umwelt
"Die 140 Biomasse-Nahwärmeversorgungsanlagen in Salzburg liefern
Wärme für zahlreiche Haushalte und Betriebe. Sie liefern
umweltfreundliche und kostengünstige Energie, denn sie verbessern die
CO2-Bilanz und die Luftgüte", sagt Abg. z. NR Ök.-Rat Franz Eßl,
Präsident der Kammer für Land- und Forstwirtschaft. "Für die Region
bringen sie Wertschöpfung in einer bedeutenden Größenordnung für
Betriebe selbst, die Zulieferer sowie jene Betriebe, die
Biomasseanlagen bauen und warten. Die Wirtschaftskraft bleibt in der
Region. Schlußendlich profitiert die gesamte Gesellschaft von der
Biomassenutzung. Sie bietet einen Markt für geringere Holzqualitäten
und somit sind Erstdurchforstungen leichter durchzuführen. Sie
wiederum halten den Wald und seine Multifunktionalität am Leben."
Weitere Informationen, Grafiken sowie das Biomasse-Dossier zum Thema:
www.biomasseverband.at/presse/aktuelles
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