Jedes Kind braucht Nahrung und Liebe!

Hilfswerk Austria International zum Welternährungstag

Wien (OTS) - Ein Kind, das ausgehungert ins Bett gehen muss. Ein Kind, dessen Mutter trotz größter Bemühung nicht imstande ist, es ausreichend zu versorgen. Ein Kind, dessen Vater den Boden nicht mehr bestellen kann, weil eine verheerende Dürre oder eine Überschwemmung der Familie alles genommen hat. Es ist schwer vorstellbar und unerträglich, dass schon Kinder von solchen existenziellen Sorgen geplagt werden. Ihre Mütter und Väter tun alles - und es ist doch nie genug. Die Gründe dafür sind vielfältig: Eine monatelange Dürre verbrennt die Früchte des Feldes. Überschwemmungen reißen Häuser weg und setzen ganze Landstriche unter Wasser. Kriegsherren und Rebellen treiben die Menschen gleichermaßen aus ihren Häusern, morden und plündern. Die Überlebenden fliehen in Nachbarstaaten und müssen dort von der Hand in den Mund leben.

Weltweit warten Millionen Mädchen und Buben in Not auf Hilfe. Sie brauchen Menschen, die sie nähren und sich liebevoll um sie kümmern. Und ihre Eltern brauchen tatkräftige Unterstützung, damit sie aus ihrer Subsistenzwirtschaft herauskommen und die Familie ernähren können.

Hilfswerk Austria International bringt Nothilfe und leistet langfristige Entwicklungszusammenarbeit in Kriegs- und Krisengebieten - "immer unter Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung", sagt Heidi Burkhart, Geschäftsführerin von Hilfswerk Austria. "Das gilt auch bei der Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern in weit abgelegenen Dörfern und Regionen. Bei neuen Initiativen knüpfen wir an vorhandenem Wissen an. Gerade so, wie es hierzulande selbstverständlich ist, wenn Söhne und Töchter von ihren Eltern und Großeltern lernen und das überlieferte Wissen immer weiter entwickeln."

Bitte helfen Sie mit, dass HWA International so vielen Bauern und Bäuerinnen wie möglich dabei zur Seite stehen kann.

Beispiele:

Bessere Erträge durch gemeinsame Landwirtschaft im Kaukasus...

Unser HWA-Projekt hat das Ziel, vor allem Bäuerinnen beim Aufbau von Kooperativen zu unterstützen und damit die Landwirtschaft wieder zu einer sicheren Lebensbasis zu machen.
Im Grenzgebiet von Georgien und Armenien leben tausende Familien unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Viele Männer verdingen sich monatelang auf Baustellen in Russland. Daheim müssen die Frauen verstärkt Verantwortung übernehmen. Die Infrastruktur ist desolat, die Technologie auf den Höfen und in den Molkereien veraltet, meist stehen nur wenige Kühe im Stall.
Um mehr Milch und Milchprodukte verkaufen zu können, müssen die Familien investieren - doch dafür fehlt ihnen das Geld und das Know-how, wie sie ihre spärlichen Ressourcen am besten einsetzen sollen.
Wir ermutigen die Errichtung von Kooperativen, die Geräte, Fahrzeuge und Weidefläche gemeinsam nutzen und ihre Produkte gemeinsam vermarkten. Dabei arbeiten wir mit den lokalen Supermärkten und Behörden zusammen. Wir bringen den Menschen eine umweltfreundliche, nachhaltige und effiziente Landwirtschaft nahe. Sie lernen die standardisierte und hygienische Produktionsweise in einer Käserei kennen. Wir helfen beim Kauf moderner Maschinen für die Käseverarbeitung. Zudem erläutern Expert/innen aus Österreich, wie die Milchmenge gesteigert und die Qualität verbessert werden kann.

Spendenkonto: "LaWi Georgien"
IBAN: AT71 6000 0000 9000 1002
BIC: OPSKATWW

...und in Zentralasien

Unser HWA-Projekt hat das Ziel, Klein- und Mittelbetriebe in rückständigen Gebieten Tadschikistans zu fördern und zu einem soliden wirtschaftlichen Fundament zu machen.
Fergana Tal ist eine der ärmsten Regionen Zentralasiens. Gewaltausbrüche und kriegerische Handlungen in den vergangenen Jahren führten zu dramatischen menschlichen Verlusten und zur Zerstörung der Infrastruktur. Um eine dauernde Abhängigkeit von internationaler Hilfe zu vermeiden, ist eine wirtschaftliche Entwicklung der Region dringlich.
In Tadschikistan und Kirgistan hat der traditionell starke Frucht-und Gemüseanbau das Potenzial, den Lebensstandard der Bevölkerung erheblich zu verbessern. Der Bereich macht einen großen Teil der Exportkapazitäten beider Länder aus und beschäftigt mehr als die Hälfte aller in der Landwirtschaft tätigen Arbeiter. Obwohl die Landwirtschaft eine so wichtige Rolle spielt, sind die Ressourcen begrenzt. In Tadschikistan sind nur 26 % der ca. 143.000m2 Fläche des Landes für einen Anbau geeignet.
Wir legen das Augenmerk auf das Wachstum von Klein- und Mittelbetrieben sowie auf die Entwicklung von Gesetzen zur Unterstützung der Nahrungsmittelindustrie. Die regionalen Geschäfts-und Investitionsbedingungen sollen verbessert werden. Wir bereiten Unternehmer auf den Zugang zu westlichen Märkten vor, vermitteln internationale Lebensmittelstandards sowie Strategien zur Produktvermarktung.

In Afrika: Bioprodukte in Simbabwe...

Unser HWA-Projekt hat das Ziel, wertvolle lokale Pflanzen zu einer nachhaltigen Lebensgrundlage für die Bevölkerung zu machen. Simbabwes Wirtschaft beginnt sich langsam zu erholen, doch die Krisenjahre haben Spuren hinterlassen: Die landwirtschaftliche Infrastruktur ist mangelhaft, es fehlt an Ressourcen, um eine bessere Nahrungsproduktion zu garantieren. Die von Frauen angebauten Gartenfrüchte - viele von ihnen wahre Vitaminbomben und daher essenziell für das tägliche Überleben - werden von Expert/innen oft vernachlässigt. Der potenzielle Marktwert etwa von Affenbrotbaum (Baobab) und Kampferbusch wurde bisher nicht berechnet.
Wir unterstützen Maßnahmen, um den Wert der zehn interessantesten Pflanzen, Gartenfrüchte, Öle und Gewürze zu analysieren, und helfen bei ihrer Vermarktung. Mehr als 4.000 Bäuerinnen und Bauern erhalten Trainings in nachhaltiger, biologischer Landwirtschaft. Vor kurzem wurde der Anbau von Hibiskus und Baobab mit dem Fairtrade-Gütesiegel ausgezeichnet. Bald wird es diese beiden Produkte auf den lokalen und globalen Märkten geben.
Wir sichern Familien damit ein Zusatzeinkommen und begleiten sie bei ihren Geschäftsideen. Das Projekt wird von einem Konsortium öffentlicher und privater Organisationen durchgeführt: HWA bringt seine Expertise im Entwicklungsbereich ein und garantiert dadurch eine langfristige Linderung der Armut in den Dörfern.

Spendenkonto: "Bio-Innovation Simbabwe"
IBAN: AT71 6000 0000 9000 1002
BIC: OPSKATWW

...und in Mosambik

Unser HWA-Projekt hat das Ziel, lebenserhaltende Landwirtschaft und den Erhalt sensibler Öko-Systemen in Einklang zu bringen.
Mosambik leidet unter einer zunehmenden Lebensmittelknappheit. Landwirtschaftliche Projekte sollen ihr entgegenwirken. Zugleich muss auf die Umwelt geachtet werden: Böden erodieren, das sensible Ökosystem im Becken zwischen den Flüssen Pungue und Búzi droht zu kippen. So war es im Vorjahr ein wichtiges Ziel, bei der Bevölkerung ein Bewusstsein dafür zu wecken, wie Mensch und Natur zusammenspielen und welche Maßnahmen zur Erhaltung des Lebensraums nötig sind. In erster Linie ging es dabei um die Anwendung nachhaltiger Methoden in der Landwirtschaft sowie um eine Förderung bei der Vermarktung von Obst und Gemüse. Es wurden bessere Getreidespeicher gebaut, Bewässerungssysteme installiert, Aufforstungsmaßnahmen im Flussbecken durchgeführt, neue Anbau- und Jagdmethoden erprobt. Fast 100.000 Menschen profitieren von diesem Projekt, das vom Liechtensteinischen Entwicklungsdienst gefördert wird.

Spendenkonto: "Flussbecken Mosambik"
IBAN: AT71 6000 0000 9000 1002
BIC: OPSKATWW

Rückfragen & Kontakt:

Hilfswerk Austria International
Mag. Nadine Zeiss
CSR & Kommunikation
Tel.: 01/40 57 500-14
nadine.zeiss@hwa.or.at
http://www.hilfswerk.at/hwa/

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