• 09.10.2014, 12:18:34
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Willi: Minister Stöger muss Zivilluftfahrtbeirat einberufen

Grüne: Geplante Neuordnung des Luftraums verschieben - zu viele Fragen offen

Utl.: Grüne: Geplante Neuordnung des Luftraums verschieben - zu
viele Fragen offen =

Wien (OTS) - "Nach wie vor gehen rund um die geplante Neuordnung des
österreichischen Luftraums durch eine Novelle der Luftverkehrsregeln
(LVR) die Wogen zwischen Luftfahrtbehörden und betroffenen
FlugsportlerInnen hoch. Da Vermittlungsversuche kein Einlenken von
BMVIT und Austro Control brachten, verlangen die VertreterInnen der
Grünen die Verschiebung der Verordnung auf 2015 und die umgehende
Einberufung des Zivilluftfahrtbeirats durch seinen Vorsitzenden,
Verkehrsminister Alois Stöger", hält Georg Willi, Verkehrssprecher
der Grünen, fest.

Unter anderem soll der kommerzielle Flugverkehr regional deutlich
tiefer fliegen dürfen, was mehr Fluglärm am Boden und Konflikte mit
ParagleiterInnen und SegelfliegerInnen bringt. Das Ministerium
begründet dies mit mehr Sicherheit und EU-Vorgaben. Aber wäre der
Luftraum nicht sicher, hätten BMVIT und Austro Control längst
reagieren müssen, und die EU-Vorgabe SERA schreibt keinesfalls die
geplanten Einschränkungen für FlugsportlerInnen in Flughafenregionen
vor. AufwindsportlerInnen zu mehr Außenlandungen zu zwingen, hat mit
mehr Sicherheit so wenig zu tun wie das nun geplante aufwändige
Konflikt-Monitoring anstelle vorsorgender Konfliktvermeidung durch
eine gute Verordnung.

"Statt stur am Inkrafttreten der Verordnung im November festzuhalten,
sollten die Verantwortlichen sich rasch der Diskussion über die
offenen und klärungsbedürftigen Punkte stellen. Und zwar vor Ort mit
den Betroffenen ebenso wie im beim BMVIT eingerichteten
Zivilluftfahrtbeirat. Ich wundere mich, dass Verkehrsminister Stöger
den Beirat angesichts der anhaltenden Kontroversen nicht schon längst
einberufen hat - laut § 144 Luftfahrtgesetz hätte dies ohnedies in
jedem Quartal zu erfolgen, real hat jedoch seit der Nationalratswahl
genau eine Sitzung stattgefunden, und die liegt fast ein halbes Jahr
zurück. Ich traue dem neuen Minister zu, dass er die Argumente hört
und Raum gibt für neuerliche Verhandlungen", sagt Willi.

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