• 08.10.2014, 17:20:36
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Open Days Brüssel 2: EU zeichnete LH Kaiser aus

Landeshauptmann sieht Ehrung als Wertschätzung für Kärnten - Open-Days-Konferenz und AdR - Friaul bewirbt sich bei Alpe-Adria-Allianz

Utl.: Landeshauptmann sieht Ehrung als Wertschätzung für Kärnten -
Open-Days-Konferenz und AdR - Friaul bewirbt sich bei
Alpe-Adria-Allianz =

Brüssel/Klagenfurt (OTS/LPD) - Eine besondere Ehre wurde Kärntens
Landeshauptmann Peter Kaiser bei den Open Days in Brüssel zuteil. Die
renommierte European Projects Association (EPA) verlieh ihm den
European Projects Award für seinen persönlichen Einsatz im Bereich
der Europäischen Union und für die europäische Gesellschaft.

"Ich sehe die Auszeichnung als Wertschätzung unserer Arbeit in
Kärnten und für Kärnten. Wir alle brauchen die Europäische Union, um
den Frieden auf unserem Kontinent zu wahren. Wir brauchen die EU aber
auch um Wachstum zu garantieren, Arbeitsplätze zu erhalten und zu
schaffen und in der globalisierten Welt bestehen zu können", bedankte
sich Kaiser für die Auszeichnung beim Europäischen Parlament und der
European Economic Association (EPA). Er wies darauf hin, wie wichtig
es ist, gerade Jugendliche mit der EU vertraut zu machen.

"Junge Menschen sind die Zukunft Europas. Sie sind es, die die
Europäische Union von morgen gestalten werden und sie sind es, die
bestimmen, in welche Richtung sie sich entwickeln wird", so Kaiser.
Konkret sprach er zwei Kärntner Projekte an, die Jugendliche dazu
animieren sollen, sich verstärkt mit den Grundideen und -werten der
Europäischen Union und auch ihrem Funktionieren auseinanderzusetzen.
Die eine heißt "Politik on Tour" und soll das Verständnis für die EU
steigern, das Zweite ermöglicht es Schülerinnen und Schülern nach
Brüssel zu reisen, um die EU aus erster Hand kennen zu lernen.

Nach der ersten von drei von Kärnten mitorganisierten Konferenzen
gestern zum Thema Gesundheit sprach Kaiser heute bei der
Veranstaltung mit dem Titel "Alps Adriatic Area, strengthening
integration through regional cooperation". Dabei machte er, in seiner
Funktion als Präsident der Alpen Adria Allianz, gemeinsam mit den
Nachbarn Veneto und Friaul-Julisch Venetien aus Italien, der
Steiermark sowie Istrien und Krapina Zagorje aus Kroatien und dem
slowenischen Gemeindebund auf die Stärken des Alpen-Adria-Raumes
aufmerksam.

"Viele Herausforderungen, denen wir uns heute gegenübersehen, können
nicht mehr alleine von einzelnen Ländern effektiv gelöst werden.
Vielmehr bedarf es gemeinsamer Anstrengungen, um für alle Menschen,
die besten Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen zu können. Im
Mittelpunkt unseres Interesses steht das Finden von Lösungen auf
offene Fragen der Verkehrs-, Umwelt-, Energie- und
Infrastrukturpolitik, der gemeinsamen Vermarktung regionaler Produkte
oder der Positionierung des Alpen-Adria-Raumes im globalen
Wettbewerb", so Kaiser in seiner Rede. Alle diese Fragen können nur
gemeinsam mit den benachbarten Regionen beantwortet werden. Die
Alpen-Adria-Allianz hat heuer bereits mehr als 30 gemeinsame Projekte
aus den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft, Kultur,
Gleichbehandlung, Inklusion und Sport eingereicht bzw. durchgeführt.

"Den größten Mehrwert für alle Mitglieder wird die Allianz wohl dann
erzielen, wenn sie mit ihrer projektorientierten Zusammenarbeit einen
Lückenschluss zwischen den bestehenden transnationalen
Kooperationsräumen Donauraum, Adriatisch-Ionischer Raum sowie
Alpenraum anbieten kann", erklärte Kaiser.

Der Landeshauptmann freute sich mit den hochkarätigen Vertretern der
Nachbarregionen zu diskutieren, wie u.a. Präsidentin Debora
Serracchiani aus Friaul-Julisch Venetien und Präsident Valter Flego
aus Istrien und in Vertretung für Präsident Luca Zaia Roberto
Ciambetti (Assessore für Finanzen) aus der Region Veneto. Es wurden
die Möglichkeiten der Integration im Alpen-Adria-Raum anhand der
Alpen-Adria-Allianz und Euregio "Senza Confini" aufgezeigt.
Besonderen Fokus legte die Konferenz zudem auf die
EU-Wachstumsstrategie Europa 2020. Serracchiani hat bei der
Diskussion angekündigt, dass sich Friaul-Julisch Venetien um Aufnahme
in die Alpen Adria Allianz bewirbt, was Kaiser sehr begrüßte.

Weiters nahm Kaiser heute an der Plenartagung des Ausschusses der
Regionen (AdR) teil, bei der es unter anderem um die Klima- und
Energiepolitik sowie um das Transatlantische Investitions- und
Freihandelsabkommen (TTIP) ging.

Morgen, Donnerstag, beschäftigt sich die dritte Kärntner Konferenz
mit Makroregionen. Die Open Days selbst stehen bis 9. Oktober unter
dem Motto "growing together - smart investment for people".
Veranstalter sind der Ausschuss der Regionen, die Generaldirektion
für Regionalpolitik der Europäischen Kommission sowie die
verschiedenen regionalen Vertretungen in Brüssel.
(Schluss)

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