- 08.10.2014, 09:16:31
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Einladung zum 6. Österr. Tierrechtskongress unter internationaler Beteiligung
4 Tage voller Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen sowie Filmvorführungen und einer Kunstausstellung mit 11 KünstlerInnen erwarten die 600 TeilnehmerInnen
Utl.: 4 Tage voller Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen
sowie Filmvorführungen und einer Kunstausstellung mit 11
KünstlerInnen erwarten die 600 TeilnehmerInnen =
Wien (OTS) - WANN: Donnerstag 9. - Sonntag 12. Oktober 2014, Beginn
Donnerstag ab 16 Uhr, an den anderen Tagen jeweils um 9 Uhr
WO: Don Bosco Haus, St. Veitgasse 25, 1130 Wien
Der VGT organisiert kommenden Donnerstag bis Sonntag den weltweit
größten deutschsprachigen Kongress zu Tierschutz und Tierrechten
aller Zeiten. Über 600 TeilnehmerInnen jedenfalls aus Deutschland,
der Schweiz und Österreich werden erwartet, 90 Vortragende bieten
jeweils 3 Vorträge, Workshops oder Podiumsdiskussionen gleichzeitig
an. Zusätzlich gibt es abendliche Hauptvorträge u.a. von Prof.
Christophe Boesch, dem männlichen Pendant zu Jane Goodall, der seit
1979 freilebende Schimpansen im Tai-Urwald in der Elfenbeinküste
erforscht, über den Vergleich von Menschen- und Schimpansenkulturen
und von Prof. Reinhard Farkas über die erste Welle der
Tierschutzbewegung in Österreich und ihre Kampagnen vor 1914.
Ein Schwerpunkt dieses Kongresses heuer ist Tierrechtskunst. In der
Ausstellung "objects? of art!", die Freitag bis Sonntag durchgehend
in 2 Räumen im Kongresshaus zu sehen sein wird, stellen 11
KünstlerInnen ihre Werke vor. Ein eigener Katalog soll die
Ausstellung auch danach noch lebendig erhalten. Kunst hat in
Österreich immer schon in der politischen Avantgarde mitgemischt, der
Mai 1968 ist vor allem durch eine Kunstaktion, die sogenannte
Uniferkelei, im NIG der Uni Wien bekannt. Deshalb versuchte der VGT
bereits 2001 mit dem Kunstsymposium "Das Tier als Subjekt" eine
diesbezügliche Vernetzung der Kunstszene zu ermöglichen. Mit
Radikalkünstler Chris Moser wurde auf diesem Event erstmals Kontakt
geknüpft. Er musste später seinen diesbezüglichen Einsatz damit
bezahlen, einer der 10 TierschutzaktivistInnen in U-Haft und einer
der 13 Angeklagten im Tierschutzprozess zu sein. Auch diesmal ist
seine Kunst zentraler Bestandteil dieser Ausstellung, die von zwei
KunstwissenschaftlerInnen aus Linz kuratiert wird.
Im 19. Jahrhundert war Tierschutz noch Privatsache, die Vereine
engagierten sich in der Pflege obdachloser Hunde, Katzen und Pferde.
Um 1900 wurden erstmals politische Forderungen erhoben, doch es
mussten noch 2 Weltkriege durchs Land ziehen, bis sich diesbezüglich
etwas änderte. Mit der zweiten Welle der Tierschutzbewegung ab den
1980er Jahren kam es zu einem Tierversuchsgesetz und der Bestimmung
im Zivilrecht, dass Tiere keine Sachen sind. Doch erst ab 2000 wuchs
sich diese Welle zur Lawine aus und riss die Gesellschaft mit. Seit
2005 ist Tierschutz Bundessache, es gibt ein Tierschutzministerium
und TierschutzsprecherInnen bei allen Parlamentsparteien. Bei der
letzten Nationalratswahl wurde erstmals Tierschutz in Plakatserien
der Grünen zum Wahlkampfthema. Bei diesem Kongress nun treffen sich
jene Personen, Vereine und Organisationen, die Tierschutz zu einem
politischen Thema machen wollen. Gemeinsam wird der Status Quo
erhoben und evaluiert, und man stellt die Weichen für die politischen
Kampagnen der nächsten Jahre.
Nähere Informationen zum Kongress unter www.tierrechtskongress.at
PressevertreterInnen haben freien Eintritt!
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