Windbüchler zum Tag der menschenwürdigen Arbeit: "Der Westen trägt Verantwortung!"

Grüne: Einheitliches, zertifiziertes Label gefordert

Wien (OTS) - "Es ist unbeschreiblich schwierig in einem Kleidungsgeschäft herauszufinden, unter welchen ökologischen und sozialen Bedingungen Kleidung hergestellt und produziert wurde. Es sollte jedoch das Recht der Konsumentinnen sein, dies rasch nachlesen zu können. Die Kaufentscheidung wird davon abhängen!", sagt die außen- und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen zum internationalen Tag der menschenwürdigen Arbeit am 7. Oktober. Die Grünen fordern ein einhetiliches, zertifiziertes Label.

"Made in Bangladesh" kann vieles heißen, von der sklavenartigen Ausbeutung von Mädchen und Frauen bis hin zu fairen Arbeitsbedingungen. "Weder der Kaufpreis noch die Herkunft erzählen den Konsumentinnen die Geschichte der Hose. Das muss sich endlich ändern! Ich will wissen, welche Kleidung ich kaufe, woher sie stammt und unter welchen Bedingungen sie produziert wurde, auch außerhalb von Geschäften, die ausschließlich fair gehandelte Mode verkaufen."

"Textilien, von der Unterwäsche bis zu den Vorhängen, sollten einheitliche Zertifikate beigelegt oder eingenäht werden", fordert die Grüne. Auf dieses Etikett muss Verlass sein, weil es die Europäische Union und die internationalen Organisationen zertifizieren und somit garantieren, dass die Produktion soziale und umweltschützende Standards einhält. Gleichzeitig haben diese Zertifizierungen auch einen aufklärenden Charakter. Informiert wird darüber, mit welchen Farben gefärbt wurde, unter welchen Bedingungen Tiere für die Produktion von Leder gehalten wurden, wie die Baumwolle wuchs und auch, ob Inhaltsstoffe abbaubar sind. Diese Labels und Erklärungen sollen für alle Firmen gelten, egal ob Primark oder H&M, Benetton oder Nike.
"Viele Firmen haben heute schon eine eigene Strategie für Corporate Social Responsibility und achten im Unternehmen mit einem eigenen Verhaltenskodex drauf, dass weder Mensch noch Umwelt ausgebeutet werden. Das ist zwar zu begrüßen, jedoch intransparent und kaum nachvollziehbar. Es braucht umso mehr eine einheitliche Ausweisung der Produktionskette und Produktionsbedingungen!", so Windbüchler.

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