- 03.10.2014, 12:24:16
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E-Wirtschaft kritisiert steigende Regulierungswut der E-Control
Strommarkt in Österreich funktioniert und braucht keine weiteren Einschränkungen
Utl.: Strommarkt in Österreich funktioniert und braucht keine
weiteren Einschränkungen =
Wien (OTS) - Scharfe Kritik kommt von Oesterreichs Energie, der
Interessenvertretung der heimischen E-Wirtschaft an zusätzlichen
Regulierungswünschen der E-Control. "Es ist völlig unlogisch, dass
Österreichs Regulator einen Marktbericht herausgibt, der zeigt, dass
sich der Wettbewerb am Strommarkt erneut verschärft hat und bei der
Präsentation dieses Berichts daraus die Schlussfolgerung zieht, es
müsse noch mehr Regulierung geben", erklärte Barbara Schmidt,
Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.
Konkret bezieht sich die E-Control dabei auf den Bericht "A Bridge to
2025" der europäischen Regulierungsbehörde CEER und bei ACER (Agency
for Cooperation of Energy Regulators), bei der E-Control Vorstand
Walter Boltz, Vizepräsident im Board of Regulators ist. Dort wird
gefordert, die Regulierung auch auf Stromhandel, Market Coupling,
Kapazitätsmärkte und andere Bereiche auszuweiten. Schmidt: "Diese
massive Ausweitung der Regulierung wäre eine Gefahr für den freien
Strommarkt in Europa und würde weitere hohe Bürokratiekosten
bedeuten." Das stehe zudem in Widerspruch zum Regierungsprogramm, das
eine Konzentration der Kompetenzen des Regulators auf seine
Kernkompetenzen vorsieht. Besser wäre es, im Rahmen der europäischen
Harmonisierung best practice-Modelle aus anderen Ländern
aufzugreifen, anstatt die überbordende Bürokratisierung aus
Österreich nach Europa zu tragen.
Strom-Wettbewerb in Österreich funktioniert
Positiv vermerkt Oesterreichs Energie die Tatsache, dass nun auch der
Marktbericht der E-Control den funktionierenden Wettbewerb am
heimischen Strommarkt zur Kenntnis nimmt. Es gab immer mehr
Anbieterwechsel, eine steigende Tarifvielfalt und zahlreiche
markgerechte Preissenkungen bei Strom. Schmidt: "Seit 2011 gab es
praktisch nur noch Preissenkungen im Ausmaß von bis zu 13 Prozent.".
Die Inflation ist von 2011 bis Ende 2013 dagegen um fünf Prozent
gestiegen und die Löhne und Gehälter in Österreich um
durchschnittlich sechs Prozent. Österreichs Strompreise liegen mit
einem Gesamtpreis für Haushaltskunden von durchschnittlich 20,2 Cent
im Mittelfeld vergleichbarer Länder, obwohl die Steuerbelastung
überdurchschnittlich hoch ist. Schmidt: "Hätten wir Energiesteuern
wie in Großbritannien, würde der heimische Strompreis mit 14,5 Cent
zu den billigsten in Europa zählen."
Über Oesterreichs Energie
Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten
Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und
Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir
eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen
und informieren die Öffentlichkeit über Themen der
Elektrizitätsbranche.
Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.000
Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und
betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die
Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs Energie erreichte
2013 rund 65 Milliarden Kilowattstunden, davon 65 Prozent aus
nachhaltiger Wasserkraft.
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