Schwache Wirtschaftsentwicklung dämpft Prämienzuwachs der Privatversicherungen

Wien (OTS/WIFO) - Die Versicherungsdurchdringung verharrte 2013 in Österreich auf einem im internationalen Vergleich niedrigen Niveau. Dafür waren weiterhin der Rückgang der Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung und ein unterdurchschnittlicher Zuwachs in der Schaden-Unfallversicherung bestimmend.

Schrumpfende Realeinkommen der Privathaushalte und die sinkende Sparquote erschwerten 2013 die Rahmenbedingungen für die private Versicherungswirtschaft. Das Prämienvolumen zog zwar nominell um insgesamt 1% an; im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (Versicherungsdurchdringung) blieb es aber konstant.

Die Dynamik war vor allem in der Lebensversicherung gering, die Abwärtsbewegung der letzten Jahre setzte sich abgeschwächt fort (-0,5%). Erste Vertragsabreifungen und ein flaues Neugeschäft verstärkten diese Tendenz in der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge. In der privaten Krankenversicherung (+3,8%) wuchsen die versicherten Risiken und die Prämieneinnahmen robust, auch in der Schaden-Unfallversicherung (+1,4%) erhöhten sich die Zahl der versicherter Risken und die Versicherungspreise, allerdings schwächer als im Durchschnitt der letzten Jahre.

Weiterhin niedrige Renditen auf den Kapitalmärkten verhinderten 2013 trotz steigender Kapitalanlagen eine Zunahme des Überschusses aus der Finanzgebarung. Dennoch lagen die Renditen auf versicherungswirtschaftliche Kapitalanlagen in der Lebensversicherung (4,3%), in der Krankenversicherung (4%) und in der Schaden-Unfallversicherung (4%) neuerlich deutlich über der Sekundärmarktrendite (1,1%). Die niedrigen Renditen auf sichere Neuveranlagungen veranlassten die FMA zur Senkung des Höchstzinssatzes auf 1,5% (gültig ab Jänner 2015) und zu einer Ausweitung der Veranlagungsmöglichkeiten der Versicherer auf unbesicherte Darlehen an nichtfinanzielle Unternehmen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem WIFO-Monatsbericht 9/2014 (http://www.wifo.ac.at/wwa/pubid/47463).

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