- 01.10.2014, 09:13:52
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GLOBAL 2000 und Greenpeace: Ein Jahr Teilverbot von drei Neonicotinoiden
Totalverbot aller für Bienen gefährlichen Pestizide in Österreich gefordert
Utl.: Totalverbot aller für Bienen gefährlichen Pestizide in
Österreich gefordert =
Wien (OTS) - Nachdem heute vor einem Jahr das EU-weite Teilverbot von
drei für Bienen gefährlichen Neonicotinoiden in Österreich in Kraft
getreten ist, fordern GLOBAL 2000 und Greenpeace weitere Schritte in
Richtung Bienenschutz. "Österreichische Bio-Betriebe zeigen ganz
klar, dass gesunde, pestizid-freie Lebensmittel ganz ohne
Chemiekeulen auskommen. Eine sinnvolle Fruchtfolge und angemessene
Sortenwahl sowie der Einsatz von nicht-chemischen Alternativen zur
Schädlingsbekämpfung sind der Schlüssel zu einer zukunftsfähigen
Landwirtschaft", ist Huem Otero, Landwirtschaftssprecherin von
Greenpeace, überzeugt.
Am 1. Oktober 2013 ist in Österreich das von der Europäischen
Kommission geforderte zweijährige Teilverbot der Neonicotinoide
Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam in Kraft getreten. Die
Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte zuvor
inakzeptable Risiken für Bienen und andere bestäubende Insekten
festgestellt. Neonicotinoide gefährden nicht nur Bestäuber, sondern
auch Wasserorganismen, Regenwürmer und Vögel, wie eine kürzlich
erschienene Studie der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) belegt.
"Erschreckend ist, dass die Toxizität dieser Pestizide für die
meisten Arten gar nicht bekannt ist. Wir wissen zu wenig über diese
Pestizide, doch das was wir wissen, ist erschütternd. Das Ausmaß, in
dem Pestizide heute in der Landwirtschaft eingesetzt werden, schädigt
nicht nur Bienen, Hummeln und Vögel, sondern auch unsere Böden und
Wasservorräte. Selbst in hunderte Meter tiefe Gesteinsschichten
können diese Ackergifte schon vordringen, wie unsere
Mineralwasser-Tests unlängst gezeigt haben", stellt Helmut Burtscher,
Umweltchemiker von GLOBAL 2000, fest.
Totalverbot aller für Bienen gefährlicher Pestizide gefordert
Die Umweltschutzorganisationen setzen sich deshalb für eine
Umverteilung der Förderungen ein: weg von chemieintensiver
industrieller Landwirtschaft hin zu ökologischen Methoden.
"Bundesminister Andrä Rupprechter muss sich für ein Totalverbot aller
für Bienen gefährlicher Pestizide in Österreich und auf europäischer
Ebene einsetzen. Darüber hinaus braucht es einen Fahrplan zur
flächendeckenden Einführung einer sinnvollen Fruchtfolge, die sich
vor allem im Maisanbau als bestes Mittel gegen Schädlinge bewährt
hat. Österreich muss Vorreiter im Bienenschutz werden", so Otero und
Burtscher abschließend.
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