• 30.09.2014, 22:00:31
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Neues Volksblatt: "Finanz-Nachrichten" von Markus EBERT

Ausgabe vom 1. Oktober 2014

Utl.: Ausgabe vom 1. Oktober 2014 =

Linz (OTS) - Die schlechte Nachricht vorneweg: Mit der Neuberechnung
der österreichischen Schuldenquote hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung
von rund 27.500 Euro auf fast 31.000 Euro erhöht. Pro Kopf heißt: Vom
Säugling bis zum Greis sind in diese Rechnung alle rund 8.480.000
Millionen Österreicher einbezogen.
Das vermeintlich Gute an der schlechten Nachricht: Dieser
Schuldenstand ist, bezogen auf den einzelnen Bürger, virtuell. Aber,
das ist das zusätzlich Schlechte an der schlechten Nachricht:
Zurückgezahlt müssen die Staatsschulden dennoch werden. Und weil es
angesichts dieser unerfreulichen Tatsache ohnehin schon egal ist,
gleich noch eine schlechte Nachricht: Eigentlich geht es in erster
Linie darum, die Zinsen für die Staatsschulden zu berappen; die
Schulden selbst haben sich seit 1995 mehr als verdoppelt, der
Schuldenanteil am BIP ist von 68 Prozent im Jahr 1995 auf nunmehr
81,2 Prozent gestiegen, um nicht zu sagen explodiert.
Um die geschätzte Leserschaft nicht gänzlich der Finanz-Depression zu
überlassen, folgt noch ein kleiner Aufheiterungsversuch: Ab 2016
sollen öffentliche Haushalte keine Schulden mehr machen (dürfen). Um
das zu erreichen, muss freilich insbesondere bei den Ausgaben
angesetzt werden, denn bei einer Abgabenquote von mehr als 45 Prozent
ist der Belastungsplafond für die Steuerzahler ziemlich erreicht.
Also: Her mit den angekündigten Reformen!

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