- 30.09.2014, 19:00:31
- /
- OTS0225 OTW0225
"DER STANDARD-Kommentar: Österreichs Schuldenstand: Schäuble lässt grüßen." von Andreas Schnauder.
"ET 01.10.2014"
Utl.: "ET 01.10.2014" =
Wien (OTS) - Armes Österreich. Nicht nur die jährlich wiederkehrende
Neuverschuldung, sondern auch Änderungen in der statistischen
Erfassung lassen die Verbindlichkeiten des Landes von Jahr zu Jahr
steigen. Hatte der Budgetfahrplan für 2014 noch eine Schuldenquote in
Höhe von 73 Prozent der Wirtschaftsleistung vorgesehen, werden es nun
tatsächlich 86 Prozent. Dass Bahn, Kommunalkredit, Hypo und andere
Ausgliederungen nach EU-Vorgaben nun berücksichtigt werden müssen,
ist für niemanden eine Überraschung, wurden die Änderungen doch klar
kommuniziert. Lediglich das Finanzministerium wollte die läppische
Korrektur um 30 Milliarden Euro nicht wahrhaben.
Dabei wäre es aus Sicht des Säckelwarts viel klüger, sich ärmer als
reicher zu rechnen - schon allein, um Begehrlichkeiten aller Art
abzuwehren. Zudem lohnt sich eine faktengetreue Darstellung der
Finanzlage, wie ein Blick nach Berlin zeigt. Dort kann sich
Finanzminister Wolfgang Schäuble laufende Schuldenreduktionen auf die
Fahnen heften, weil die dortigen Bad Banks Jahr für Jahr faule
Kredite abbauen, wodurch sich die dem Staat zugerechneten
Bankverbindlichkeiten stetig reduzieren.
In Österreich geht es in die Gegenrichtung. Weil die Kommunalkredit
nicht eingerechnet und die Hypo-Abbaubank auf die lange Bank
geschoben wurde, erhöhen beide Zombie-Banken die Staatsschuld erst
jetzt. Hierzulande braucht offenbar auch schlecht Ding Weile.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PST






