• 29.09.2014, 15:34:45
  • /
  • OTS0159 OTW0159

Aubauer: Immer mehr 60plus begreifen Bildung als Lebenschance. Eine ganze Generation im Aufbruch!

Aubauer lädt Wirtschaft ein, umfassendes Potential zu nützen. Seniorenbund verteilt "Kopfnüsse!"-Buch an Mitglieder in ganz Österreich.

v.l.n.r: Bildungs-Expertin und Autorin Christine
Mitterlechner M.Ed., BO-Stv. Abg. Mag. Gertrude Aubauer, GS-Stv.
Susanne Walpitscheker

Utl.: Aubauer lädt Wirtschaft ein, umfassendes Potential zu nützen.
Seniorenbund verteilt "Kopfnüsse!"-Buch an Mitglieder in ganz
Österreich. =

Wien (OTS) - 29\. Sep. 2014 - Bei der heutigen
Seniorenbund-Pressekonferenz "Bildung im Alter: Lebenschance.
Marktchance. Herzensanliegen." präsentierte Mag. Gertrude Aubauer,
Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und
ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat die aktuellsten Ergebnisse der
Senioren-Studie 2014, die GfK-Austria im Auftrag des Österreichischen
Seniorenbundes mit mehr als 1.600 Personen im Alter über 50
durchgeführt hatte und verknüpfte damit die themenrelevanten
Forderungen des Österreichischen Seniorenbundes:

"Bildung ab 60 ist eine dreifache Win-Win-Win -Situation! Jede und
jeder Einzelne profitiert durch Erhalt und Stärkung der sozialen
Kontakte, durch die verbesserte Fähigkeit, den Alltag selbständig zu
meistern und durch Bildung länger gesund und fit zu bleiben. Die
gesamte Gesellschaft profitiert durch mehr gesunde Lebensjahre der
Älteren, durch die Verhinderung oder zumindest das Aufschieben von
Demenz-Erkrankungen und damit auch durch das Aufschieben oder
Verhindern von Pflegebedürftigkeit. Und die Wirtschaft profitiert
durch ein aktuelles Umsatzpotential von 250 Millionen Euro pro Jahr.
Diese Chancen sollten wir gemeinsam nutzen! Ich lade die Wirtschaft
ein: Heben wir diesen Schatz gemeinsam!"

SERVICE: Die gesamte Presseunterlage finden Sie hier:
http://www.seniorenbund.at/fileadmin/user_upload/Bildung_im_Alter__29
.09.2014.pdf

Orientierungskurse zum Pensionsantritt sollen helfen,
Potential auszuschöpfen!

Aus den vorliegenden Daten ergeben sich, so die
Bundesobmann-Stellvertreterin des Seniorenbundes, daher konkrete
Forderungen:
"Orientierungskurse zum Pensionsantritt: Wie kann man aus
Interessierten nun tatsächlich Kursteilnehmer machen? Wir schlagen
dazu vor: Wer einen Pensionsantrag stellt, erhält in seiner Region
ein kostenloses Angebot an Orientierungskursen: Einzelne Module
informieren über altersgerechte Bildungsangebote in der Region, über
Angebote zu gesunder Ernährung und altersgerechte Bewegung, über
Angebote bei denen sich Senioren als Freiwillige beteiligen können
und wo man Beratung zu Senioren-Themen erhält. Wer alle Module
absolviert, erhält eine Belohnung (z.B. eine Gesundheitsanwendung
oder einen Kursgutschein). So bringen wir Interessierte und regionale
Anbieter gleich zum Pensionsantritt zusammen! Denn auch das Altern
muss man lernen", so Aubauer zu einer Kernforderung des
Seniorenbundes.

"Für Senioren, die eine vorzeitige Pension angetreten hatten und sich
in der Senioren-Bildung ehrenamtlich engagieren, dürfen Reisekosten
und Aufwandsentschädigungen nicht länger als Teil der
Zuverdienstgrenzen zählen. Es gibt Ausnahmen für Schiedsrichter -
diese müssen auch für Ausbildner und Pflegende gelten!", so Aubauer
zum zweiten Forderungspunkt.

"Hinzu kommt der Zugang zu neuen Medien. Wir begrüßen daher die
Breitband-Initiative der Bundesregierung. Diese kann nicht früh genug
kommen und muss unbedingt auch Seniorinnen und Senioren aller
Regionen an ein schnelles Internet bringen. Auch die Mobilität ist zu
stärken - wie sollte man sonst zu den Kursen gelangen! Dies erfordert
die Wiedereinführung der flächendeckenden Senioren-Ermäßigung in
öffentlichen Verkehrsmitteln: Wer 60 Jahre alt ist und eine Pension
erhält, sollte von der Ermäßigung profitieren. Der Umstand, dass
Frauen, die mit 60 in eine Alterspension gehen, heute bis 61 auf die
Ermäßigung warten, ist abzustellen. Die Ermäßigungen müssen auch für
Bildungseinrichtungen wie Museen und Ausstellungen gelten", betont
Aubauer zu wichtigen Punkten, die in direktem Zusammenhang mit der
Bildung für Seniorinnen und Senioren stehen.

Zudem müsse der "Nationale Aktionsplan gegen Demenz" wie vereinbart
bis Jahresende fertig erarbeitet werden, betont Aubauer. Die
ÖVP-Seniorensprecherin begrüßt zudem die Verlängerung des kostenlosen
Pflichtschulabschlusses für Erwachsene, das am Wochenende am
Regierungsgipfel festgehalten wurde. "Man sollte allerdings bedenken,
dass es auch 15 Prozent der über 60jährigen gibt, die eine Lese- und
Schreibeschwäche aufweisen. Ihnen muss man ein niederschwelliges
Angebot machen, damit sie ihre Selbständigkeit im Alter deutlich
ausbauen können", so Aubauer abschließend.

Seniorenbund verteilt "Kopfnüsse!"-Buch an 32.000 Mitglieder
in ganz Österreich

Der Seniorenbund, betont Aubauer, warte allerdings nicht darauf, dass
andere aktiv werden, sondern trage selbst zur Bildung für Seniorinnen
und Senioren aktiv bei. So werde aktuell das Buch "Kopfnüsse! Stärken
Sie Ihr Gedächtnis!" an ausgewählte Seniorenbund-Mitglieder in ganz
Österreich verteilt.

Dazu betont die Autorin des Buches, Christine Mitterlechner M.Ed.:

"Lernen ist zu einem lebensbegleitenden Thema geworden. Es ist heute
auch ein Thema der 50jährigen bis hin zu den Langlebigen. Altern muss
man lernen! Es bringt psychische, physische und kognitive
Veränderungen mit sich - und man muss lernen, wie man damit umgehen
kann. Wir haben mit unserem 'Kopfnüsse'-Buch bewusst ein
traditionelles Medium gewählt, das wir wie ein Arbeitsbuch
strukturiert haben. Es enthält theoretische Inputs, die jede Frau und
jeder Mann verstehen kann. Es ist ein Faktum, dass die Reizaufnahme
im Alter abnimmt - doch man kann lernen, wie man alle seine Sinne so
einsetzt, um dies zu kompensieren! Daher enthält das Buch 50
praktische Übungen, in denen man das Erlernte sogleich umsetzen kann.
Freude, Wertschätzung und Humor sind bei dieser Arbeit besonders
wichtig - und so enthält dieses Buch auch Texte zur Seelenstärkung
und natürlich die Auflösungen der 50 Beispiele!"

Mitterlechner bezog sich zudem auf Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland, als
sie darauf verwies, dass Lernen im Alter "ein Tripple-A" bedeute:
"Aktivierung, Autonomie und Anerkennung sind die wichtigen drei
Punkte." Dies habe sie auch bei der Gründung ihres neuen
Erwachsenenbildungs-Institutes "Institut für Lebensbegleitendes
Lernen" berücksichtigt.

Seniorenbund bewegt 7.634.595 Mal Menschen in nur einem Jahr

Susanne Walpitscheker, stv. Generalsekretärin des Österreichischen
Seniorenbundes, betonte die Bedeutung der Seniorenbund-Arbeit für den
gesellschaftlichen Zusammenhalt: "Der Seniorenbund ist eine der
größten Anbieter von Bildungs-Angeboten für Seniorinnen und Senioren
in ganz Österreich. Mit unseren 305.000 Mitgliedern haben wir
direkten Zugang zum großen Potential der älteren
Bildungs-Interessierten. Zudem kennen wir durch diesen täglichen
persönlichen Mitglieder-Kontakt die konkreten Bedürfnisse der
Seniorinnen und Senioren sehr genau und stellen unsere neun
Landesorganisationen ihre Kurs-Angebote passgenau auf diese
Senioren-Wünsche ab. Vor allem unseren Obleuten in den Ortsgruppen
kommt dabei besondere Vorbildwirkung und Motivationskraft zu. Ihnen
gilt unser täglicher Dank!"

Walpitscheker präsentierte dazu Zahlen, die erstmals erhoben, wie
viele Veranstaltungen und Angebote der Seniorenbund in ganz
Österreich 2013 organisierte: "Der Seniorenbund organisierte 2013 in
ganz Österreich 8.067 Ausflüge und Reisen, an denen insgesamt 319.123
Personen teilnahmen, 15.610 verschiedene Schulungen und Kurse (von
Sprachen über Denksport, von Computer über Handy-Technik, bis hin zu
allem was mit dem persönlichen Hobby zu tun haben könnte, wird im
Seniorenbund nahezu alles erdenkliche an Kursen angeboten) an denen
557.240 Menschen teilnahmen. Die 59.735 angebotenen kulturellen
Veranstaltungen wurden von 730.189 Menschen besucht. Bei den 48.998
durchgeführten Sportveranstaltungen betätigten sich insgesamt 802.438
Menschen sportlich. Bei den insgesamt 121.344 zu verschiedenen Themen
abgehaltenen Informationsveranstaltungen (inkl. der dazugehörenden
Info-Broschüren) holten sich 5.225.605 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
wertvolle alltagstaugliche Informationen aus verschiedensten Fach-
und Themenbereichen. Durch all dies zusammen wurde also durch die
Freiwilligen des Seniorenbundes in ganz Österreich 253.754 Angebote
für die mehr als 305.000 Mitglieder des Seniorenbundes erstellt und
wurde so 7.634.595 Mal ein Mensch in Österreich bewegt!"

SERVICE: Alle Details zur Senioren-Studie 2014 (GfK-Austria im
Auftrag des Österreichischen Seniorenbundes), Kapitel Bildung, sowie
weitere Detail-Informationen finden Sie unter
http://www.ots.at/redirect/pk1 zum Download.

Bisher schon präsentiert wurden zudem die Kapitel Freiwilligenarbeit
- finden Sie unter:
http://www.ots.at/redirect/freiwillig

und Intergenerationelle Leistungen - finden Sie unter
http://www.ots.at/redirect/studie11 .

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SEN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel