- 28.09.2014, 22:00:31
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Neues Volksblatt: "Kalte Füße" von Jürgen Leppen
Ausgabe vom 29. September 2014
Utl.: Ausgabe vom 29. September 2014 =
Linz (OTS) - Dass das heimische Finanzministerium auf der Suche nach
zusätzlichen Einnahmen im Kampf gegen Steuerbetrug einen Gang zulegt,
sorgt unter Steuersündern offenbar für Nervosität. Setzten die
Behörden bislang auf ein Anreizsystem, indem sie den Reuigen bei
Selbstanzeige praktisch keine Strafzahlungen abknöpften, so ist ab
Oktober Schluss mit lustig. Auch wer sich dann selbst als
Steuerhinterzieher outet, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Jene, die erwischt werden, sowieso.
Und dass gar nicht Wenige offenbar davon ausgehen, früher oder später
aufzufliegen, zeigt die Tatsache, dass nicht erst seit heuer fleißig
von der Möglichkeit der Selbstanzeige Gebrauch gemacht wird.
Angesichts der bevorstehenden schärferen Gesetzeslage haben in den
letzten Wochen und Monaten aber noch weit mehr Steuersünder kalte
Füße bekommen - und sozusagen die letzte Gelegenheit genutzt, relativ
glimpflich davon zu kommen.
Die "Aktion scharf" des Ministeriums hat aber nicht nur einen
moralisch-präventiven Effekt im Sinne von "Betrug zahlt sich nicht
aus". Sie trägt auch Früchte in Form von erheblichen Mehreinnahmen
für den Fiskus. So wird allein im laufenden Jahr mit einem
dreistelligen Millionenbetrag gerechnet. Ganz schön viel Geld, das
gerade in Zeiten klammer Staatskassen dringend gebraucht wird und
anderweitig gut investiert werden kann.
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