• 25.09.2014, 12:47:07
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GPA-djp Peschek: 94,7% der Wiener Handelslehrlinge gegen Sonntagsöffnung!

45,7% der jungen Beschäftigten würden bei Sonntagsarbeit den Job wechseln

Utl.: 45,7% der jungen Beschäftigten würden bei Sonntagsarbeit den
Job wechseln =

Wien (OTS/ÖGB) - "Im Rahmen einer Befragung von rund 700 Wiener
Handelslehrlingen sind 94,7% gegen die Sonntagsöffnung! 45,7% der
jungen Beschäftigten würden sogar den Job wechseln, müssten sie am
Sonntag arbeiten. Wenn also Wiener Wirtschaftskammer und ÖVP diese
verstaubte Forderung aus der Mottenkiste auspacken, tun sie dies
eindeutig gegen die Interessen der jungen Beschäftigten und wollen
offenbar das Rad der Geschichte zurückdrehen. Unter den ohnehin schon
sehr langen Öffnungszeiten und den schwierigen Arbeitsbedingungen
leidet die Lebensqualität der ArbeitnehmerInnen, eine Sonntagsarbeit
würde die Teilhabe am familiären, sozialen, sportlichen, politischen
oder kulturellen Leben weiter erschweren. Wir werden mit aller Kraft
für eine Verbesserung der Lebensqualität, für die Gesundheit und
Erholung der ArbeitnehmerInnen sowie für faire Arbeitsbedingungen
kämpfen und daher auch gegen die Sonntagsarbeit im Handel!", erklärt
Christoph Peschek, Wiener Jugendsekretär der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp Wien).++++

"Die Sonntagsöffnung während der Fußball-Europameisterschaft war ein
Flop, warum sollten dann weit weniger TouristInnen im Rahmen des Song
Contests mehr Gewinne bringen? Klar ist, TouristInnen werden keine
Rasenmäher oder Kleiderschränke kaufen. Auch das Märchen von █längere
Öffnungszeiten schaffen mehr Arbeitsplätze oder Lehrstellen█ lässt
sich leicht entlarven. Trotz diverser Erweiterungen der
Öffnungszeiten ist die Zahl der Lehrstellen - trotz gegenteiliger
Ankündigungen - im Handel dramatisch zurückgegangen. Die Zahl der
Lehrstellen im österreichischen Handel ist von 40.536 per 31.
Dezember 1980 auf 18.028 per 31. Dezember 2013 um 22.508
Lehrstellenplätze gesunken! Die realen Arbeitszeiten der Jugendlichen
liegen nur allzu oft außerhalb des für Jugendliche geltenden
gesetzlichen Rahmens. Ob unbezahlte Überstunden, Ärger mit dem Chef,
wenn man in den Krankenstand muss, Nicht-Einhaltung der
Samstagsregelung oder Probleme bei den Diensten am 8. Dezember - es
gibt jetzt schon genügend Baustellen, da brauchen wir mit einer
Sonntagsarbeit keine weitere!", so der Junggewerkschafter
abschließend.

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