• 24.09.2014, 10:51:04
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Leberkäse im Test: überwiegend "gutes" Ergebnis

Fleischqualität entspricht bei allen Produkten den gesetzlichen Vorgaben

Utl.: Fleischqualität entspricht bei allen Produkten den
gesetzlichen Vorgaben =

Wien (OTS/VKI) - Mehrheitlich erfreuliche Ergebnisse förderte der
aktuelle Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zu
Leberkäse zutage, der in Kooperation mit AMA Marketing durchgeführt
wurde. Geprüft wurden 33 Produkte (offen und verpackt angeboten),
wobei auch regionale Anbieter aus Niederösterreich, Oberösterreich,
Wien und der Steiermark berücksichtigt wurden. Nicht nur, dass die
verwendete Fleischqualität bei allen getesteten Proben den Vorgaben
des Lebensmittelbuches entsprach, in einigen Fällen sogar darüber
hinaus.

Die große Mehrheit erzielte auch im Gesamturteil eine zumindest
"gute" Bewertung. Lediglich zwei Leberkäs-Produkte, Spar Natur pur
Bio-Leberkäse und Gumprecht Pferde Leberkäse, konnten im
Vergleichstest nicht mithalten. Beide wurden mit "nicht
zufriedenstellend" bewertet, da sie am letzten Tag des
Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr für den Verzehr geeignet waren.
Sowohl Spar als auch Gumprecht haben in einer dem VKI vorliegenden
Stellungnahme bereits interne Überprüfungen angekündigt sowie
Maßnahmen zur Verkürzung des Mindesthaltbarkeitsdatums gesetzt bzw.
angedacht.

Keine verpflichtende Herkunftskennzeichnung

Wo "hergestellt in Österreich" draufsteht, müssen nicht
ausschließlich österreichische Rohstoffe enthalten sein. Da die
Herkunft von Lebensmitteln vielen österreichischen Konsumenten
wichtig ist, bat der VKI die Hersteller schriftlich um Auskunft,
welche auch meist bereitwillig antworteten. "Dieser Umweg war deshalb
notwendig, da derzeit nur für Rindfleisch EU-weit ein
Rückverfolgungs- und Kennzeichnungsprogramm vorgesehen ist", erklärt
Floss. "Für das Fleisch anderer Tierarten und für verarbeitete
Fleischprodukte wäre dies im Sinne der Konsumenten durchaus
wünschenswert. Zumindest für andere Fleischsorten wie Schwein ist
eine solche aber erfreulicherweise bereits in Planung."

Fleisch stammt meist aus Österreich

Es gibt aber sehr wohl Kontrollsysteme für die Fleischherkunft auf
freiwilliger Basis. So trug etwa jeder zweite Leberkäse im Test ein
Gütesiegel der AMA. Doch auch bei den Produkten ohne AMA-Siegel gaben
die Produzenten überwiegend an, ausschließlich Fleisch heimischer
Tiere für die Leberkäse-Produktion zu verwenden. Unklar blieb die
Herkunft der Rohstoffe bei Greisinger (Gourmet-Leberkäse und
Gourmet-Leberkäse Pute), obwohl gerade dieser die österreichische
Herkunft auf den Produktpackungen deutlich herausstrich.

Bei dem in Deutschland hergestellten Bayrischen Leberkäse der
Marken Dulano, Penny und Mühlenhof stammte das dort ausschließlich
enthaltene Schweinefleisch aus Deutschland oder anderen EU-Ländern.
Radatz, der auch die Marken Clever und Landauer produziert, gab an,
die Schweinefleischanteile in dem von ihm produzierten Leberkäse von
deutschen Schlachthöfen zu beziehen - was allerdings nicht bedeutet,
dass es sich damit automatisch um deutsches Schweinefleisch handelt.

"Wer jedenfalls Wert auf die Herkunft des Fleisches aus Österreich
legt, kann sich gut an Produkten mit einem AMA-Gütesiegel
orientieren", rät Floss an.

Schwere Kost - leichtere Alternativen

Leberkäse ist erwartungsgemäß kein Diätgericht. Die fettreichsten
Produkte im Test bestanden dann aber doch zu einem überraschend hohen
Anteil aus Fett. Bei drei Produkten (Mühlenhof Bayrischer
Leberkäse-Aufschnitt, Penny Bayrischer Leberkäse und Spar Natur pur
Bio-Leberkäse) lag dieser bei mehr als einem Viertel, was auf die
ausschließliche Verwendung von Schweinefleisch zurückzuführen ist.

Die fettärmste Variante war dagegen Lucky-fit Rind-Fleischkäse
gebraten mit elf Prozent Fettgehalt. Damit befindet sich dieser in
derselben Liga wie die vier getesteten Putenleberkäseprodukte, die
von Haus aus fettärmer sind. In Kalorien ausgedrückt kommt Mühlenhof
auf 303 kcal pro 100g, während etwa Hofstädter Puten Leberkäse mit
elf Prozent Fett dagegen nur 157 Kalorien aufweist.

SERVICE: Sämtliche Details zur Untersuchung, die in Kooperation
mit AMA Marketing durchgeführt wurde, sowie die von Unternehmen
eingeholten Stellungnahmen gibt es ab morgen, 25.9.2014, in der
Oktoberausgabe des Testmagazins KONSUMENT sowie ab sofort online
unter www.konsument.at.

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