Greenpeace-Aktion bei Klimagipfel in New York

Projektion auf das UN-Hauptquartier: "Hört auf die Menschen - nicht auf die Verschmutzer"

New York/Wien (OTS) - Anlässlich des heute in New York startenden Klimagipfels, projizierten Greenpeace-AktivistInnen am frühen Morgen in neun Sprachen die Forderung "Listen to the people - not the polluters" ("Hört auf die Menschen - nicht auf die Verschmutzer") auf das UN-Hauptquartier. Dort werden heute Staats- und Regierungschefs aus aller Welt über kurzfristige Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel sprechen.

"Die Menschen haben genug vom Zögern der Politiker und dem Einfluss einiger Konzerne", sagt Martin Kaiser, Leiter der internationalen Klimapolitik von Greenpeace, der vor Ort in New York ist. "Das Problem ist klar, und die Lösung steht bereit. Wenn wir jetzt beginnen aus Öl und Kohle auszusteigen, können wir bis 2050 komplett auf erneuerbare Energien umsteigen."

Mit den USA und China waren zuletzt ausgerechnet zwei notorische Klimasünder in Bewegung gekommen. Während die USA die Emissionen schmutziger Kohlekraftwerke deutlich beschränkt, führt China derzeit in wichtigen Provinzen CO2-Obergrenzen ein. Dies erhöht auch den Druck auf Europa, sich im Klimaschutz wieder mehr anzustrengen. "Derzeit werden auf EU-Ebene die Klima- und Energieziele verhandelt -jetzt liegt es an den europäischen Staats- und Regierungschefs zu entscheiden, ob wir weiterhin abhängig von schmutziger Kohle, Gas und Öl sein werden, oder den Weg einer sauberen und sicheren Energieversorgung gehen", so Julia Kerschbaumsteiner, Klima- und Energiesprecherin bei Greenpeace in Österreich.

Der heutige Gipfel ist nicht Teil der offiziellen Klimaverhandlungen, die Ende 2015 in Paris in einem neuen Klimavertrag für die Zeit nach 2020 münden sollen. In New York geht es um kurzfristige und konkrete Klimaschutzmaßnahmen. Der Einladung von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon folgten 120 Regierungschefs aus aller Welt, darunter US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Ministerpräsident Francois Hollande und Großbritanniens Premier David Cameron. Die österreichische Delegation wird von Umweltminister Andrä Rupprechter angeführt.

Mehr als 300.000 Menschen, und damit deutlich mehr als erwartet, hatten am Wochenende in New York gegen weitere Verzögerungen beim Klimaschutz und für den Umstieg auf erneuerbare Energien protestiert. Die größte Klimademonstration der Geschichte wurde weltweit in Städten wie Melbourne, London und Wien von Paralleldemos mit weiteren zehntausend TeilnehmerInnen flankiert.

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Klima- und Energiesprecherin, Greenpeace CEE
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