- 18.09.2014, 11:56:00
- /
- OTS0121 OTW0121
Bio-Landwirtschaft schützt das Klima und ist für den Klimawandel besser gerüstet
Die Weiterentwicklung der heimischen Bio-Landwirtschaft ist daher eine Notwendigkeit.
Utl.: Die Weiterentwicklung der heimischen Bio-Landwirtschaft ist
daher eine Notwendigkeit. =
Wien (OTS) - "Die gestern im Österreichischen Sachstandsbericht
Klimawandel vorgestellten Daten verdeutlichen die Notwendigkeit der
Weiterentwicklung der österreichischen Landwirtschaft in Richtung
biologische Bewirtschaftung. Die biologische Bewirtschaftung des
Bodens trägt in mehrfacher Hinsicht zum Klimaschutz bei: Einerseits
sind biologische Böden CO2-Senken, die im Humus Kohlenstoff
klimaneutral binden. Andererseits punktet die biologische
Wirtschaftsweise durch eine Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase.
Darüber hinaus werden Bio-Böden den zukünftig notwendigen Anpassungen
an die Auswirkungen des Klimawandels besser gerecht", so BIO AUSTRIA
Obmann Rudolf Vierbauch.
Bio-Böden sind besser gerüstet für den Klimawandel
Infolge ihres hohen Humusgehalts, einer besseren Bodenstruktur und
Aggregatstabilität sowie der zahlreichen Begrünungs- und
Bodenbedeckungsvarianten beugen biologisch bewirtschaftete Böden
Erosionsgefahr vor. Ihre doppelt so hohe Wasserinfiltrationsrate und
höhere Wasseraufnahmefähigkeit führen zu einer Reduktion dramatischer
Auswirkungen bei Hochwasserereignissen und einer besseren Abpufferung
bei zunehmenden Hitze- und Trockenperioden. In Österreich sind rund
25 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen (etwa 839.000 ha)
in unterschiedlichem Ausmaß erosionsgefährdet.
Biologische Böden machen Treibhausgase unschädlich
Durch kontinuierlichen Humusaufbau binden Bio-Ackerböden pro Jahr
durchschnittlich 400 bis 450 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) pro Hektar.
Das ist deutlich mehr als im konventionellen Ackerbau. Bei einer
österreichweiten Umstellung aller Ackerflächen auf Bio-Landbau
könnten in Folge des Humusaufbaus jährlich 1,1 Millionen Tonnen
CO2-eq der Atmosphäre entzogen und klima-unwirksam im Boden
gespeichert werden.
Biologische Wirtschaftsweise setzt weniger Treibhausgase frei
Allein in Österreich fallen durch die Herstellung von
Stickstoffdüngern 907.123 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr an. Bei
einem Umstieg der österreichischen Landwirtschaft auf 100 Prozent
Bio-Landbau, der auf Stickstoffdünger verzichtet, könnte somit pro
Jahr fast eine Million Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht
1,2 Prozent der nationalen bzw. 12 Prozent der landwirtschaftlichen
Treibhausgasemissionen Österreichs. Weiters sind die
durchschnittlichen N2O-Emissionen (Lachgas) einer
Bio-Landbaufruchtfolge um mindestens 20 Prozent geringer als die
einer üblichen konventionellen Fruchtfolge. Lachgas ist 298 Mal
treibhauswirksamer als CO2.
In der biologischen Tierhaltung werden 10-50 Prozent weniger
Treibhausgase freigesetzt - durch flächengebundenen Tierbesatz,
Verzicht auf Zufütterung großer Mengen von zugekauftem Kraftfutter
(Verzicht auf Soja-Futtermittel aus Südamerika und damit verbundenen,
extrem klimaschädlichen Landnutzungsänderungen) sowie weitere
Maßnahmen wie Erhöhung der Grundfutterqualität, des Weideanteils und
der Strohsysteme.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BLB






