- 18.09.2014, 11:04:22
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Stabile Eigenkapitalausstattung der heimischen KMU

Wien (OTS) - Die Eigenkapitalquote der heimischen kleinen und
mittleren Unternehmen (KMU) lag 2012/13 im Durchschnitt bei rd. 29%,
jene der Großunternehmen bei 36%.
Die letzten Jahre waren somit gekennzeichnet von einer stabilen
Eigenkapitalbasis bei KMU sowie einem Anstieg bei Großunternehmen.
Im langfristigen Vergleich ist eine deutliche Steigerung der
Eigenkapitalquote bei KMU feststellbar (um rd. 10%-Punkte); die
Großbetriebe haben diesbezüglich wieder das (vergleichsweise hohe)
Vorkrisenniveau erreicht.
Kleinstunternehmen wiesen 2012/2013 eine durchschnittliche
Eigenkapitalquote von 21% auf, Kleinunternehmen von 27% und die
Mittelunternehmen in der Höhe von 32%.
Eine differenzierte Analyse zeigt eine breite Streuung dieses
Indikators: So konnten 30% der heimischen KMU hervorragende
Eigenkapitalquoten von 40% und mehr aufweisen, während 14% der KMU
stark überschuldet waren (Eigenkapitalquoten von -30% und weniger).
Insgesamt verfügten knapp drei Viertel der KMU über positives
Eigenkapital, was vice versa bedeutet, dass etwas mehr als ein
Viertel der kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich ein
negatives Eigenkapital aufwies. Im Allgemeinen kann bei diesen
Unternehmen vom Vorliegen einer Restrukturierungsnotwendigkeit
ausgegangen werden.
Da das Eigenkapital ein wichtiger Risikopolster ist, zu einer
geringeren Krisenanfälligkeit sowie zu einer verbesserten Bonität
beiträgt, sollte ein wichtiges Unternehmensziel die Optimierung der
Finanzierungsstruktur des eigenen Unternehmens sein.
"Die nunmehr vorliegenden Analysen bestätigen das Bild einer
insgesamt soliden Kapitalbasis der österreichischen Wirtschaft", so
Mag. Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria.
"Dennoch bestehen bei einem Teil der Unternehmen, nämlich jenen ohne
oder mit deutlich zu geringen Eigenkapital betriebswirtschaftliche
Herausforderungen; bei diesen Unternehmen steht die nachhaltige
Absicherung der Liquidität und Finanzierung im Vordergrund verbunden
mit der Notwendigkeit, ein nachhaltig ertragreiches Geschäftsmodell
umzusetzen".
Anmerkung
Die Analysen basieren auf Sonderauswertungen aus der Bilanzdatenbank
der KMU Forschung Austria von rd. 73.400 anonymisierten
Jahresabschlüssen von österreichischen KMU der marktorientierten
Wirtschaft (Abschnitte B - N sowie Abteilung 95 der ÖNACE 2008).
Zur kompletten Presseinformation:
http://www.kmuforschung.ac.at/index.php/de/presseservice
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