• 17.09.2014, 13:28:36
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Klimaschutz als Wachstumsmotor: Nur globaler Schulterschluss eröffnet faire Chancen für alle

WKÖ zu Studie der Globalen Kommission für Wirtschaft und Klima: Energieeffiziente Betriebe nicht mit Zusatzkosten belasten - ohne globale Abstimmung deutlich höhere Kosten

Utl.: WKÖ zu Studie der Globalen Kommission für Wirtschaft und
Klima: Energieeffiziente Betriebe nicht mit Zusatzkosten
belasten - ohne globale Abstimmung deutlich höhere Kosten =

Wien (OTS/PWK604) - Klimaschutz und Wachstum sind vereinbar - zu
diesem Schluss kommt eine hochkarätige Expertengruppe, die zu einer
"grünen Revolution der Weltwirtschaft" aufruft, in einer nun
vorgelegten Studie. Ein Umschalten auf weniger CO2-Emissionen würde
demnach bis 2030 rund 208 Milliarden Euro kosten. Diesen Kosten
stünden aber sinkende Brennstoffkosten und Wachstumsimpulse
gegenüber.

"Österreichs Industriebetriebe sind Musterschüler in Sachen
Energieeinsparung, sie haben im internationalen Vergleich
überdurchschnittlich viel in Maßnahmen zur Emissionsverringerung
investiert", stellt Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für
Umwelt- und Energiepolitik in der WKÖ, klar. "Es wäre aber
kontraproduktiv und standortschädlich, diese Betriebe jetzt mit
weiteren Kosten zu belasten, weil das deren Produktionen schlichtweg
unwirtschaftlich macht. Somit würde die Konkurrenz unterstützt, die
ohne jegliche Kostenbelastung viel mehr emittieren kann", warnt
Schwarzer vor unrealistischen Zielen des Klima- und Energierahmens
der Europäischen Union bis 2030.

Die Studie der Globalen Kommission für Wirtschaft und Klima weist
zurecht auf die globalen Chancen einer engagierten Klimapolitik für
Wachstum und Beschäftigung hin. Auch die WKÖ sieht erhebliche
Beschäftigungspotenziale für österreichische Betriebe als
Energietechniklieferanten im Zusammenhang mit der Energiewende, die
es zu nutzen gilt. Kommt es zum globalen Schulterschluss, so treten
die Sorgen um Arbeitsplatzverluste wegen schleichender Abwanderung
von Produktionsbetrieben in Weltgegenden, die den Klimaschutz weniger
ernst nehmen, in den Hintergrund.

Schwarzer: "Leider gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass die
großen Player außerhalb der EU wie etwa USA, China, Russland, Japan,
Indien, Indonesien und Mexiko auf den Zug der Union aufspringen". Es
ist die Intention der Studie, den Boden für ein globales
Klimaschutzabkommen aufzubereiten. Diesem Ziel stimmt die WKÖ
uneingeschränkt zu, denn das Klimaproblem ist ein globales und nur
mit globalen Maßnahmen zu lösen. "Je besser die globale Abstimmung
funktioniert, desto geringer sind die Verwerfungen durch ungleiche
Kostenbelastung von Betrieben je nach ihren Produktionsstandort. Bei
fehlender Akkordierung der Verpflichtungen und Ziele der wichtigen
Emittentenländer steigen die volkswirtschaftlichen Kosten, während
sich die klimapolitischen Erfolgschancen drastisch verringern",
betont der WKÖ-Experte. (PM)

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