- 17.09.2014, 10:17:05
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Steuerreform - Wohlmuth: ÖAAB-Konzept fehlt Negativsteuer für Pensionisten
Gerade die Bezieher kleiner Pensionen brauchen Entlastung - Pensionistenverband kämpft für "Mehr Geld im Börsel"
Utl.: Gerade die Bezieher kleiner Pensionen brauchen Entlastung -
Pensionistenverband kämpft für "Mehr Geld im Börsel" =
Wien (OTS/PVOE) - "Der Pensionistenverband Österreichs hat die
Steuerkonzepte von ÖGB/AK bzw. ÖAAB geprüft. "Während ÖGB/AK die
Forderung des Pensionistenverbandes nach einer Einbeziehung der
Pensionisten in die Steuergutschrifts-Regelung (Negativsteuer)
übernommen haben, fehlt dieser ganz wesentliche Punkt im
ÖAAB-Papier", betont Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des
Pensionistenverbandes Österreichs heute, Mittwoch. ****
"1,1 Millionen Pensionistinnen und Pensionisten in Österreich
erhalten monatlich weniger als 1.067 Euro und sind nicht
lohnsteuerpflichtig. Sie zahlen aber Krankenversicherungsbeiträge. Im
Gegensatz zu den Aktiven, die eine Gutschrift von derzeit 110 Euro
auf ihre geleisteten Sozialversicherungsbeiträge ('Negativsteuer')
erhalten, können die Bezieher kleiner Pensionen diese nicht geltend
machen. Somit ist diese nicht gerade privilegierte Bevölkerungsgruppe
hier zusätzlich benachteiligt", betont der Generalsekretär der
größten und mitgliederstärksten Seniorenorganisation Österreichs.
"Diese Ungerechtigkeit muss rasch durch eine Steuerreform beseitigt
werden! Gerade die Bezieher kleiner Pensionen müssen entlastet
werden", so PVÖ-Generalsekretär Wohlmuth, der abschließend erneut
unterstreicht: "Die Steuerreform muss sozial gerecht ausgestaltet
sein! Das heißt: auch Pensionisten müssen Anspruch auf die
Negativsteuer haben! Das ist ein wesentlicher Punkt des PVÖ-Konzeptes
für eine spürbare Entlastung, die bereits 2015 wirksam werden muss!
Dafür kämpfen wir mit unserer großen Unterschriftenaktion 'Mehr Geld
im Börsel'!"
Die Forderungen des Pensionistenverbandes:
+ Senkung des Einstiegssteuersatzes von 36,5 Prozent auf 20 Prozent
und Abflachung der Steuerstufen!
+ Den Beginn der Steuerprogression für Pensionisten erst ab 1.300
Euro ansetzen!
+ Negativsteuer: Erwerbstätige, die keine Lohnsteuer zahlen, erhalten
eine Gutschrift auf die von ihnen geleisteten
Sozialversicherungsbeiträge ("Negativsteuer"). Pensionisten, die auch
von den kleinsten Beträgen Krankenversicherungsbeiträge zahlen, sind
von dieser Regelung ausgeschlossen. Dieses Unrecht muss beseitigt
werden!
+ Aufhebung der Einschleifregelung beim erhöhten
Pensionistenabsetzbetrag (was die Wiederherstellung der alten
Rechtslage beim Alleinverdienerabsetzbetrag bedeutet)!
+ Pensionistenabsetzbetrag: keine steuerliche Diskriminierung der
Pensionisten, d. h. der Pensionistenabsetzbetrag muss dem
Arbeitnehmerabsetzbetrag gleichgestellt sein. Wichtig dabei: der
Wegfall der geltenden Einschleifregelung!
+ Anhebung und Valorisierung der pauschalierten Freibeträge
(außergewöhnliche Belastungen) wegen Behinderung bzw.
Krankheitendiätverpflegung!
+ Anerkennung der Pflegekosten als außergewöhnliche Belastungen durch
Wegfall des Selbstbehaltes!
+ Dass der Finanzminister endlich in der Angelegenheit nachträgliche
Besteuerung deutscher Renten bei österreichischen Pensionisten aktiv
wird!
+ Volle Einbindung der Pensionistenvertreter in die Verhandlungen zur
Steuerreform
(Schluss)
Info:
Die Unterschriften-Aktion "Mehr Geld im Börsel" kann in allen
Ortsgruppen und Landessekretariaten des Pensionistenverbandes
Österreichs sowie online unter www.pvoe.at unterschrieben werden.
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