- 16.09.2014, 16:46:36
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Bundesminister Ostermayer verlieh den Berufstitel Kammersängerin an Bernarda Fink
Wien (OTS) - "Ich freue mich, einer begnadeten Sängerin wie Bernarda
Fink den Berufstitel der Kammersängerin überreichen zu dürfen", sagte
Bundesminister Josef Ostermayer heute, Dienstag, im Kongresssaal des
Bundeskanzleramtes. "Bernarda Fink, eine in Argentinien geborene
Slowenin, die nun mit ihrer Familie in Kärnten lebt, tritt inzwischen
in allen bedeutenden Opernhäusern und bei allen wichtigen Festivals
der Welt auf", so der Bundesminister in seinen Begrüßungsworten.
Kammersänger Thomas Quasthoff würdigte als Laudator neben Finks
"unfassbar schöner Stimme" ihre charakterlichen Qualitäten - ihre
Liebenswürdigkeit, Bescheidenheit und Freundlichkeit. Er kenne nur
wenige Künstlerinnen und Künstler, die "so viel Liebe zu ihrem Beruf"
hätten. "Das, was in ihrer Stimme klingt und vermittelt wird, ist
nicht nur der gesungene Ton, sondern Ausstrahlung, Wahrhaftigkeit und
Ehrlichkeit", so Quasthoff.
Bernarda Fink, sichtlich bewegt für diese Ehrung, erzählte in ihrer
Dankesrede von ihrer Kindheit in Argentinien, wo "das Haus stets
voller Gesang und Musik" gewesen sei. Sie bedankte sich bei ihren
Eltern für die Unterstützung sowie bei ihrer Familie, Freunden und
Wegbegleitern für die Nähe und Freundschaft in den vielen Stationen
ihres Lebens.
Bernarda Fink wurde als Kind emigrierter slowenischer Eltern in
Argentinien geboren. Flucht und Vertreibung kennzeichneten das Leben
ihrer Eltern und schon früh bot die Kultur einen Anker und Identität
stiftenden Rettungsring. Doch erst mit 22 entschloss Fink sich, ihre
musikalische Leidenschaft zum Beruf zu machen: Ihr Studium
absolvierte Bernarda Fink am Instituto Superior del Teatro Colón in
Buenos Aires. Nachdem sie 1985 den ersten Preis des Wettbewerbs
Nuevas Voces Líricas gewonnen hatte, verlegte sie ihren Wohnsitz nach
Europa, wo sie zunächst in Genf und später lange in Prag lebte. Dort
kam sie erstmals mit barocker Musik in Kontakt, die seither einen
wichtigen Teil ihres Repertoires einnimmt. Fink spezialisierte sich
daneben auch als Interpretin des begleiteten Liedes und des
Orchesterliedes. Nicht nur ihre slowenischen Wurzeln und ihre
beruflichen Stationen, sondern auch ihre Ehe mit einem Österreicher
festigten Finks enges Verhältnis zu Europa. 2005 wurde Bernarda Fink
mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
ausgezeichnet.
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