- 12.09.2014, 17:07:57
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Spenderkonferenz Hilfswerk Austria International
Zukunft.Bauen
Utl.: Zukunft.Bauen =
Wien (OTS) - Geschäftsführerin Heidi Burkhart: "Hilfe im Großen
braucht viele kleine Schritte und einen unbeirrbar langen Atem."
Das Team der österreichischen Non-Profit-Organisation Hilfswerk
Austria International bedankte sich auch heuer wieder bei seinen
Spender/innen für ihr großherziges Engagement. Die finanziellen
Zuwendungen von Privatpersonen und Unternehmer/innen sind ein
wesentlicher Beitrag, der humanitären Hilfe für notleidende Menschen
in Kriegs- und Krisenregionen sowie eine nachhaltige
Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und Lateinamerika überhaupt erst
möglich macht. Mehr als hundert Gäste haben am Freitag Nachmittag im
Architekturzentrum (Museumsquartier) Wien an der
Informationsveranstaltung teilgenommen. HWA-Präsident Christian
Domany strich hervor, dass das private Engagement für die Betroffenen
einen echten Unterschied ausmache. Jedes Jahr könne tausenden
Menschen in extrem schwierigen Situationen konkret geholfen werden.
Zum Beispiel Flüchtlingskindern aus Syrien. Aber auch in politisch
und ökonomisch instabilen Regionen war es wieder ein hartes Jahr für
Bauern und Bäuerinnen. Im Kaukasus, in Zentralasien und Afrika etwa,
weil die Menschen dort mit ihren spärlichen Erträgen kaum in der Lage
sind, ihre Familien über die Runden zu bringen. Ende 2013 brachte ein
verheerender Sturm die Menschen auf den Philippinen in ärgste
Bedrängnis. Millionen haben ihr Zuhause verloren.
Heidi Burkhart, Geschäftsführerin: "Hilfswerk Austria International
bringt Nothilfe in Krisengebiete, leistet psycho-soziale Hilfe für
traumatisierte Flüchtlingskinder, organisiert Pflegeeltern für
Aidswaisen, baut zerstörte Häuser wieder auf und stützt u.a. den
Gesundheitsbereich in abgelegenen afrikanischen Dörfern und in Haiti.
Immer unter Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung. Hilfe im
Großen braucht viele kleine Schritte und einen unbeirrbar langen
Atem."
Im Vorjahr betrug der Gesamtumfang der HWA-Projekte Euro 8.904.944,-.
Davon entfielen direkt auf die Projekte Euro 8.082.273,-. Für
Fundraising wurden 4% und für Verwaltung 5,3% aufgewendet. Spenden an
Hilfswerk Austria International, das seit 25 Jahren im Einsatz ist,
können von der Steuer abgesetzt werden. Für 2014 wurden bereits im
ersten Halbjahr Projekte im Gesamtumfang Euro 10.111.739,-
vertraglich abgesichert.
Herkunft der Mittel:
- Nationale Geldgeber: 32 %
- Internationale Geldgeber: 18 %
- Europäische Union: 30,5 %
- Spenden und sonstige Erträgen: 13,7 %
- Österreichische Entwicklungszusammenarbeit: 5,8 %
Bitte spenden auch SIE!
Spendenkonto: PSK IBAN: AT71 6000 0000 9000 1002, BIC OPSKATWW
Hilfswerk Austria International im Einsatz für Menschen in Not:
Beispiel Syrien
Hilfe für traumatisierte Flüchtlingskinder
Unser HWA-Projekt hat das Ziel, syrischen Kindern und Jugendlichen
bei der Verarbeitung ihrer Gewalt- und Fluchterfahrungen zu helfen.
Im syrischen Bürgerkrieg sind seit 2011 etwa 170.000 Menschen getötet
worden, fast drei Millionen sind aus ihrer Heimat geflohen, weitere
6,5 Millionen wurden zu Flüchtlingen im eigenen Land. "Doch Hilfe im
Großen braucht viele kleine Schritte und einen unbeirrbar langen
Atem. Mit dem Jugendzentrum in Burj Hammoud, einem Vorort von Beirut,
setzt Hilfswerk Austria International als Partner von Nachbar in Not
und in Zusammenarbeit mit einer lokalen Organisation einen dieser
wichtigen Schritte", so Geschäftsführerin Heidi Burkhart. Wir nehmen
uns dort der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
an und ermöglichen wir ihnen professionelle Hilfe bei der
Aufarbeitung ihrer Traumata sowie die Teilnahme an einem
Lernprogramm. In der kalten Jahreszeit ist unser Jugendzentrum für
die 6- bis 15-Jährigen die einzige Möglichkeit, ihre überfüllten
Unterkünfte zu verlassen. Dort können sie in einer freundlichen
Umgebung mit Gleichaltrigen zusammen sein und den Kopf von den
existenziellen Sorgen freibekommen.
Auch für ihre Mütter werden Gesprächsrunden unter der Leitung von
Psychologinnen angeboten. Zusätzlich unterstützen wir bisher mehr als
800 syrische Familien in der Nachbarschaft des Zentrums durch die
Bereitstellung von Gutscheinen, mit denen sie Nahrungsmittel,
Windeln, Seife etc. kaufen können. Das Gutschein-System erlaubt ihnen
eine selbstständige Auswahl von Produkten, gewährleistet die Würde
der Begünstigten und stärkt zugleich die lokale Wirtschaft. Mit 75
Euro unterstützen wir eine Familie einen Monat lang mit Gutscheinen.
Beispiel Philippinen
Ein neues Leben für Taifun-Opfer
Unser HWA-Projekt hat das Ziel, den Opfern des Taifuns Haiyan beim
Aufbau einer neuen Existenz zu helfen.
Im November 2013 fegte ein verheerender Taifun über weite Teile der
Philippinen hinweg: Mehr als 6000 Menschen starben, etwa vier
Millionen wurden obdachlos. Unzählige Häuser wurden schwer
beschädigt, landwirtschaftliche Nutzflächen, Fischerboote, kleine
Läden wurden zerstört und die ohnehin schon armen Bewohner/innen
ihrer einzigen Lebensgrundlage beraubt. Es fehlte an Nahrungsmitteln,
Wasser, Unterkünften und dem Notwendigsten für den täglichen Bedarf.
Zerstörte Straßen und Wege, der Zusammenbruch der Kommunikation und
der Stromversorgung sorgten in den entlegenen Gebieten außerhalb der
größeren Städte für besonders schlimme Zustände.
Hilfswerk Austria International leistete auf den Inseln Cebu, Leyte
und Samar Nothilfe. Wir brachten Nahrungsmittel, Hygieneartikel,
Selbsthilfe-Pakete zur Reparatur von Unterkünften für die am
schwersten von der Katastrophe betroffenen Familien.
Unsere Mitarbeiter/innen haben mittlerweile gemeinsam mit lokalen
Partnerorganisationen mit dem Wiederaufbau einer zerstörten Schule
für mehr als 1000 Kinder begonnen. Es ist die Grundlage dafür, dass
die 6- bis 12-Jährigen wieder einem geregelten Tagesablauf nachgehen
können. Außerdem werden Häuser für obdachlose Familien gebaut und
Menschen bei landwirtschaftlichen Projekten unterstützt.
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