• 10.09.2014, 13:04:29
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Stromkennzeichnung - Geschäfte mit Atomstrom florieren weiterhin prächtig

Das Anti Atom Komitee kritisiert- Österreich importiert weiter Atomstrom. Österreich sei atomstromfrei, ist ein Märchen. Bundesminister Rupprechter sagte Unterstützung zu!

Utl.: Das Anti Atom Komitee kritisiert- Österreich importiert weiter
Atomstrom. Österreich sei atomstromfrei, ist ein Märchen.
Bundesminister Rupprechter sagte Unterstützung zu! =

Freistadt- (OTS) - Bundesminister Mitterlehner teilt heute in einer
Presseaussendung mit, dass der Anteil von Strom unbekannter Herkunft
(Graustrom/Atomstrom) auf 6,8% gesunken und der Anteil an Wasserkraft
gestiegen sei. Dies ist allerdings nur darauf zurückzuführen, dass
auch der Zukauf von norwegischen Wasserkraftzertifikaten, die zur
Zertifizierung von Graustrom und Atomstrom verwendet werden, weiter
gestiegen ist.

"Am tatsächlichen Import von Atomstrom oder Graustrom verändert dies
kaum etwas, weil sich durch die Zertifizierungspflicht an der
Einkaufspolitik der österreichischen Stromhändler nichts ändert", so
Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee.

Das Grundübel dieser intransparenten Stromkennzeichnung ist die EU
Richtlinie 2009/28/EG, nach der der getrennte Handel von Strom und
Zertifikaten erlaubt ist.

Österreich sei atomstromfrei ist weiterhin ein Märchen!

Auch die e-control bestreitet dies nicht, denn sie hat keine
Kompetenz von den Stromhändlern die Information einzufordern, woher
sie ihren Strom zukaufen.

Für die e-control ist nur eine ausgeglichene Bilanz zwischen
verkauftem Strom den vorliegenden Zertifikaten von Bedeutung.
"Entscheidend ist daher allein der Geldfluß, entscheidend ist allein,
an wen die österreichischen Stromhändler, das Geld von den
Stromkunden überweisen und das kann nach wie vor ein Atomkonzern
sein. Es ist daher selbstverständlich nach wie vor möglich, Atomstrom
zu importieren und an Endkunden zu verkaufen, dieser ist aber nun mit
einem norwegischen Wasserkraftzertifikat versehen, das zur
"Reinwaschung" von Atomstrom zugekauft wurde", so Manfred Doppler
weiter.

Auch Umweltminister Andrä Rupprechter sagte dem Anti Atom Komitee
beim Treffen in Wels zu, dass er sich dieser Sache annehmen werde.

"Bundesminister Mitterlehner und sein Ministerium sind dringend
aufgefordert, Aussagen Österreich sei atomstromfrei zu unterlassen.
Sie sind eine inakzeptable Irreführung der Stromkunden zum Schutz von
österreichischen Stromhändlern, die Strom von Atomkonzernen kaufen",
so Manfred Doppler abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AAK

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