• 10.09.2014, 10:00:02
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ÖBMV fordert Konjunkturprogramm Erneuerbare

Österreich soll zum Vorreiter der Energiewende werden

Utl.: Österreich soll zum Vorreiter der Energiewende werden =

Wien (OTS) - Die Arbeitslosenzahlen in Österreich befinden sich auf
Rekordhoch, weil die Wirtschaft nicht in Schwung kommt. In ganz
Europa hält die Wirtschaftskrise an. Gleichzeitig ziehen fossile
Energieimporte die heimische Außenhandelsbilanz ins Negative und
beschränken den Handlungsspielraum der Politik. Die Energieausgaben
der Haushalte haben sich aufgrund des Preisanstiegs für
Fossilenergien in den vergangenen Jahren vervielfacht. "Mit einem
Konjunkturprogramm Erneuerbare, das den forcierten Umstieg auf
erneuerbare Energien vorsieht, könnte der Ausstieg aus dieser
Abwärtsspirale gelingen. Die neu formierte Bundesregierung hat es in
der Hand, hier Maßnahmen zu setzen", erklärt Horst Jauschnegg,
Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes.

Beste Voraussetzungen für eine Führungsrolle

Mit seinem Reichtum an Sonne, Wind, Wasser und Biomasse, hervorragend
ausgebildeten Ingenieuren und einer innovativen und
exportorientierten Wirtschaft erfüllt Österreich alle
Voraussetzungen, um weltweit eine Führungsrolle in Sachen
Energiewende und ökosoziales Wirtschaften zu übernehmen. Wird die
Energiewende zum gemeinsamen Projekt von Politik, Wirtschaft,
Forschung und Bevölkerung, führt dies zu mehr Arbeitsplätzen,
regionaler Wertschöpfung sowie einer nachhaltigen und leistbaren
Energieversorgung für alle Bevölkerungsschichten und Unternehmen.
Weitere Vorteile sind eine höhere Versorgungssicherheit mit Energie
sowie sinkende CO2-Emissionen.

Bioenergie-Branche macht vor wie es geht

Das Beispiel Biomasse zeigt den mehrfachen Nutzen des Umstieges von
Fossilenergie auf Erneuerbare deutlich auf. Bioenergie ist mit einem
Anteil von fast 19 Prozent am energetischen Bruttoinlandsverbrauch
der bedeutendste heimische Energieträger. Die Biomasse-Branche
beschäftigt rund 20.000 Arbeitskräfte und erwirtschaftet einen
Jahresumsatz von fast 3 Milliarden Euro. 2013 wurden in Österreich
etwa 45.000 Biomasse-Kessel und -Öfen installiert. Die Exportquote
der heimischen Anlagenerzeuger beträgt über 75 Prozent. Zwei von drei
in Deutschland installierten Biomasse-Kesseln stammen aus Österreich.
Etwa 1,15 Millionen heimische Haushalte verfügen bereits über eine
Holzfeuerung und können so ihre Brennstoffkosten im Vergleich zu
fossilen Brennstoffen halbieren.

70 Prozent Importabhängigkeit - große Potenziale für
erneuerbare Energien

Zusätzlich ist etwa die Hälfte der in Österreich erzeugten Fernwärme
biogenen Ursprungs. 2.500 Biomasse-Nahwärme- und -KWK-Anlagen sowie
Biogas-Anlagen erzeugen dezentral Energie und sorgen für
Wertschöpfung in strukturschwachen Regionen. Die jährlichen
CO2-Einsparungen durch den Einsatz von Bioenergie liegen bei 13
Millionen Tonnen und helfen Österreich dabei, seine Klimaziele zu
erfüllen.

Für die Land-, Forst- und Holzwirtschaft sowie zahlreiche
Gewerbebetriebe ist Biomasse ein wichtiger Beitrag zum
Betriebserfolg. "Mehr als 70 Prozent der österreichischen Energie
werden importiert", betont Jauschnegg. "Es besteht noch ein riesiges
Potenzial, auf heimische und erneuerbare Energien umzusteigen und
dadurch Win-Win-Effekte zu erzielen."

Weitere Informationen zur Pressemitteilung sowie die Abbildung zum
Download finden Sie unter folgendem Link:
www.biomasseverband.at/presse/aktuelles

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