• 09.09.2014, 11:53:45
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Greenpeace: Neuer UN-Bericht ist Warnschuss

Österreich muss Vorreiter sein und ambitionierte Klimaziele auf den Tisch legen

Utl.: Österreich muss Vorreiter sein und ambitionierte Klimaziele
auf den Tisch legen =

Wien (OTS) - Greenpeace beurteilt den heute in Genf veröffentlichten
Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als einen
Warnschuss für die Weltgemeinschaft, sich jetzt für ambitionierte
Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen einzusetzen. Laut
WMO-Bericht sei die Kohlendioxid-Konzentration seit 30 Jahren nicht
so stark angestiegen wie von 2012 auf 2013. Es bleibe daher keine
Zeit mehr, die Klimakatastrophe auf die lange Bank zu schieben.

"Unser derzeitiges fossiles Energiesystem ist der wesentliche Treiber
für den Klimawandel. Um die Klimakatastrophe zu verhindern, muss die
Energiewende jetzt konsequent verfolgt werden. Deshalb müssen sich
die europäischen Länder noch im Oktober auf ambitionierte und
verbindliche Klima- und Energieziele bis 2030 einigen", fordert Julia
Kerschbaumsteiner, Klima- und Energiesprecherin von Greenpeace in
Österreich.

Ende Oktober treffen die europäischen Staats- und Regierungschefs in
Brüssel aufeinander, um die sogenannte "2030-Agenda" weiter
voranzutreiben. Europa muss eine Wegmarke einschlagen, wenn das
gesteckte Ziel, bis 2050 weitestgehend unabhängig von fossiler
Energie zu sein, erreicht werden soll. Der Ausstieg aus der fossilen
Energieproduktion ist zur Erreichung des Ziels die globale
Erderwärmung auf zwei Grad Celsius einzudämmen, dringend notwendig.

Während die Konzentration von CO2 und Methan in der Atmosphäre einen
Höchststand erreicht hat, drängen europäische Länder wie etwa Polen
oder Großbritannien darauf, Kohle und Schiefergas für die
Energieversorgung auf das Tapet zu bringen. "Österreich muss diesen
Ländern einen Riegel vorschieben, indem es Allianzen mit anderen
progressiven Kräften schmiedet, die sich eine saubere und sichere
Energieversorgung für Europa wünschen", so Kerschbaumsteiner weiter.
Der österreichische Nationalrat hat die Positionierung Österreichs
für ambitionierte und verbindliche Ziele im Juni dieses Jahres
festgelegt und auch die Weiterverfolgung von Kohle, Schiefergas und
Atomkraft für die Energieversorgung Europas kategorisch
ausgeschlossen.

Greenpeace fordert, dass sich die europäischen Länder auf eine
Reduktion der Treibhausgase um 55 Prozent, den Ausbau von
Erneuerbarer Energie auf 45 Prozent und eine Steigerung der
Energieeffizienz um 40 Prozent einigen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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