• 04.09.2014, 10:53:28
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Österreich zahlt 15 Milliarden für Öl- und Gasimporte

Gelder an Putin und Krisenstaaten ziehen Außenhandelsbilanz ins Minus

Utl.: Gelder an Putin und Krisenstaaten ziehen Außenhandelsbilanz
ins Minus =

Wien (OTS) - 14,75 Milliarden Euro hat Österreich im Jahr 2013 für
Energieimporte aufgewendet, besagen neue Daten der Statistik Austria.
Mit 11,4 Milliarden Euro übertraf das Außenhandelsbilanz-Defizit im
Bereich Energie somit im dritten Jahr hintereinander die
11-Milliarden-Euro-Marke. Aufgrund dieses Defizits rutschte die
ansonsten positive österreichische Außenhandelsbilanz 2013 mit rund 5
Milliarden Euro ins Minus. Die horrenden Energieausgaben Österreichs
fielen überwiegend für Importe von Erdöl (9,7 Milliarden Euro) und
Erdgas (3,3 Milliarden Euro) an. Vor zehn Jahren zahlte Österreich
für Erdöleinfuhren "nur" 3,5 Milliarden Euro, doch haben sich die
Ausgaben aufgrund der explodierenden Rohölpreise fast verdreifacht.
Dabei sind die importierten Erdölmengen seit 2003 sogar leicht
gesunken (-8 %).

Lieferländer im Demokratieindex nicht einmal in Top 100

Die österreichischen Gelder für die Erdölimporte fließen zum Großteil
an politisch instabile Krisenstaaten. So zahlte Österreich 2013 an
seine vier wichtigsten Rohöllieferanten zusammen 3,4 Milliarden Euro:
1,3 Milliarden Euro an Kasachstan, 1 Milliarde Euro an Nigeria, 660
Millionen Euro an Russland und 470 Millionen Euro an Libyen. Für die
Erdgaslieferungen überwies Österreich im Vorjahr zusätzlich rund zwei
Milliarden Euro auf das Konto Russlands.

IEA: Österreichs Gasimporte stammen fast zu 100 % aus Russland

"Ob es in unseren Wohnungen im nächsten Winter warm bleibt, hängt
also wesentlich von Putins Russland und anderen Staaten ab, die im
Demokratieindex auf Plätzen zwischen 101 und 140 rangieren", stellt
Dr. Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen
Biomasse-Verbandes, fest. "Gerade die starke Abhängigkeit von
Russland bei den Erdgaslieferungen treibt im Hinblick auf den
kommenden Winter manchen Bürgern schon die Sorgenfalten auf die
Stirn."

Besondere Brisanz hat ein neuer Bericht der Internationalen
Energieagentur (IEA) zur Energiepolitik Österreichs. Darin heißt es,
dass vertragstechnisch zwar 14 % der österreichischen Gasimporte aus
Norwegen kommen. Physisch betrachtet strömen die von Österreich
bezogenen Erdgasmengen laut IEA aber nahezu ausschließlich aus
Russland über eine einzige Versorgungsroute durch die Ukraine und die
Slowakei nach Österreich. So gesehen ist Österreich von einem
einzigen Gaslieferanten - der Gazprom - abhängig.

Heizen mit Biomasse gut für Klima und Wirtschaft

"Anstatt Unsummen für die Aufrechterhaltung von Diktaturen und
ungewisse Lieferungen von Fossilenergie auszugeben, wäre es
sinnvoller, die Gelder in erneuerbare Energien zu stecken", meint
Jauschnegg. "Das schützt das Klima und kurbelt die heimische
Wirtschaft an."

Allein im Jahr 2011 war das heimische Bruttoinlandsprodukt durch den
Ausbau erneuerbarer Energien um mehr als 1,5 Milliarden Euro höher
als es ohne diese Investitionen gewesen wäre, belegt eine Studie der
TU Wien und der JKU Linz. Jedes Jahr schaffen die Erneuerbaren in
Österreich etwa 3.300 zusätzliche Arbeitsplätze.

Bereits jede vierte Zentralheizung in Österreich wird mit
Holzbrennstoffen betrieben. Wer von Gas oder Öl auf Biomasse
umsteigt, spart nicht nur Heizkosten, sondern schafft Arbeitsplätze
und Wertschöpfung in der Region. Die Kostenvorteile von Pellets,
Scheitholz und Hackgut gegenüber Heizöl liegen bei 46 %, 52 % und 61
%.

Weitere Informationen zur Pressemitteilung sowie die Grafik zum
Download finden Sie unter folgendem Link:
www.biomasseverband.at/presse/aktuelles

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