• 01.09.2014, 19:48:09
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Neues Volksblatt: "Neustart" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 2. September 2014

Utl.: Ausgabe vom 2. September 2014 =

Linz (OTS) - Mit heutigem Tag sind alle Formalitäten erledigt: Die
neuen Regierungsmitglieder sind angelobt, an der Spitze des
Nationalrates steht eine neue Präsidentin und alle kennen den Wunsch
des Bundespräsidenten - weniger interne Rempeleien, mehr
Zusammenarbeit. Diesbezüglich könnten die personellen Änderungen
tatsächlich Anlass zur Hoffnung geben. Neo-Vizekanzler Reinhold
Mitterlehner hat schon bisher bewiesen, dass er als gelernter
Sozialpartner Verhandlungslösungen den Vorzug gibt; mit
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser kommt eine Vertreterin der
sozialpartnerschaftlichden Denkschule dazu, und Hans Jörg Schelling
hat als Hauptverbandschef auch bewiesen, dass das Bohren dicker
Bretter durchaus sein Metier ist. Schellings Spruch aus der
Präsentations-Pressekonferenz sollte sich daher die gesamte Regierung
ins Stammbuch schreiben: "Probleme sind nie leicht zu lösen, aber
wenn man sie nicht beginnt zu lösen, werden sie nie gelöst".
Sackgassen könne man durch "neue Lösungsansätze" auch wieder
verlassen, so Schelling - sprich, sich in bestimmten Fragen
einbetonieren ist ein Schmarrn.
Gewählt ist die Koalition dafür, die anstehenden Probleme zu lösen,
und nicht neue Hürden für eine gedeihliche Zusammenarbeit aufzubauen.
Das sollten Kanzler und Vizekanzler heute im Parlament nicht nur
versprechen, sondern auch leben. Dann hätte dieser Neustart Sinn.

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