- 28.08.2014, 08:30:03
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KONSUMENT: Versteckte Fette in vermeintlich Gesundem
Klare Lebensmittelkennzeichnung nach wie vor ausständig
Utl.: Klare Lebensmittelkennzeichnung nach wie vor ausständig =
Wien (OTS/VKI) - Auch Lebensmittel, die als gesund gelten, können
einen hohen Fettgehalt aufweisen. Das ist das Fazit einer
stichprobenartigen Untersuchung des VKI an insgesamt 31 Produkten.
Geprüft wurden u.a. vegetarische Aufstriche, Salate, Bio-Knabbereien,
Müsliriegel und Sandwiches. Bei rund einem Drittel der getesteten
Nahrungsmittel lag der Fettgehalt dabei über 20 Prozent. "Dieses
Ergebnis zeigt einmal mehr, wie wichtig konsumentenfreundliche
Nährwertangaben sind", erklärt VKI-Projektleiterin Birgit Beck.
"Leider wurde eine klare Kennzeichung - etwa in Form der
Lebensmittelampel - in Österreich bisher nicht umgesetzt." Sämtliche
Testergebnisse im Detail und weitere Informationen zum Thema gibt es
unter www.konsument.at sowie ab 28.08. in der Septemberausgabe der
Zeitschrift KONSUMENT.
Schon ein Blick auf die Zutatenliste zeigt: Fett steht bei vielen
Lebensmitteln erstaunlich weit oben. "Und zwar auch bei Produkten,
bei denen man das nicht von vornherein vermuten würde", informiert
VKI-Expertin Beck. Bio-Bananenchips von Spar natur pur etwa enthalten
einen Fettanteil von rund 32 Prozent. Viel Fett fanden die Tester
aber z.B. auch im Bio Vitalgebäck mit Kürbiskernen von Hofer, in der
Magermilchjoghurt-Erdbeer Schokolade von Yogurette, im Müsli-Mix von
Balisto sowie mehreren anderen Produkten.
"Als Faustregel gilt, dass nicht mehr als 30 Prozent des täglichen
Energiebedarfs durch Fett gedeckt werden sollten", erklärt Birgit
Beck. "Doch oft nehmen wir Fett zu uns, ohne es richtig zu merken."
Rund zwei Drittel der Tagesration, so die Expertin, werde in Form von
versteckten Fetten konsumiert. "Das heißt, in Form von Fetten, die
für Konsumentinnen und Konsumenten mehr oder weniger 'unsichtbar'
sind."
Umso wichtiger sei eine einfach verständliche Kennzeichnung auf
der Verpackung, meint die Ernährungswissenschaftlerin. Doch wer auf
eine fettarme Ernährung achten möchte, dem wird es derzeit nicht
leicht gemacht. So müssen etwa die Angaben auf der Packung erst auf
die tatsächlich konsumierte Portionsgröße umgerechnet werden. Nicht
nur werden diese auf den Produkten oft nicht angegeben - häufig
werden sie auch künstlich klein bemessen. "So lassen sich auch fette
Produkte gesünder rechnen, als sie sind", erklärt Beck.
Eine mögliche Lösung für dieses Problem ist die in Großbritannien
bereits erfolgreich eingeführte Lebensmittelampel. Durch ein simples
Farbleitsystem wird dabei angegeben, wie hoch der Anteil an Fett,
gesättigten Fettsäuren, Salz und Zucker in einem bestimmten Produkt
ist. "Die Ampel ist auch wissenschaftlich gut abgesichert und hat
sich in der Praxis bewährt", berichtet Birgit Beck. "Dennoch hat man
sich in Österreich bedauerlicherweise bis heute nicht dazu
durchringen können, sie umzusetzen."
SERVICE: Den ausführlichen Test Versteckte Fette gibt es unter
www.konsument.at sowie ab 28.08. in der Septemberausgabe der
Zeitschrift KONSUMENT.
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