- 22.08.2014, 12:23:05
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Forschungsfinanzierung – Karlheinz Töchterle: Forschung muss dem Menschen dienen, nicht nur der Mensch der Forschung
ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher beim Europäischen Forum Alpbach – Diskussion über "Forschungsfinanzierung – öffentlich oder privat?" in hochkarätig besetztem Arbeitskreis
Utl.: ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher beim Europäischen
Forum Alpbach – Diskussion über "Forschungsfinanzierung –
öffentlich oder privat?" in hochkarätig besetztem Arbeitskreis =
Wien/Alpbach, 22. August 2014 (ÖVP-PK) ÖVP-Wissenschafts- und
Forschungssprecher Dr. Karlheinz Töchterle nahm heute bei den
Technologiegesprächen in Alpbach am Arbeitskreis
"Forschungsfinanzierung – öffentlich oder privat?" teil und
diskutierte mit u.a. Rektor Heinz W. Engl (Universität Wien),
Forschungsrats-Mitglied Gi-Eun Kim, ÖAI-Direktorin Sabine
Ladstätter, Philipp Marxgut vom Office of Science and Technology in
Washington, Generaldirektor Robert-Jan Smits (Europäische
Kommission, Generaldirektion Forschung und Innovation), Gertrude
Tumpel-Gugerell und Forschung Austria-Präsidentin Gabriele Ambros
"neue Modelle in einer globalisierten Welt". Töchterle plädierte:
"Forschung muss dem Menschen dienen, nicht nur der Mensch der
Forschung." Er verteidigte damit auch manch in Österreich
verbreitete, in anderen Ländern aber belächelte Skepsis, etwa im
Bereich Atomenergie und Gentechnik. Diese Skepsis sei nicht zuletzt
auch Basis für die hohe Zustimmung in der Bevölkerung und
Innovationskraft auf dem Gebiet der "Green Technologies". "Ich sehe
uns langfristig auf dem richtigen Weg, wenn wir auf grüne
Technologien setzen." ****
"Wissenschaft und Forschung sind für den Standort und in
gesellschaftlicher Hinsicht von vielfältigem Wert, der sich auch
entsprechend im Budget widerspiegeln muss", unterstützt Töchterle
die Anliegen der Universitäten, Fachhochschulen,
Forschungseinrichtungen und des zuständigen Ministers Mitterlehner.
Dass die öffentliche Hand um eine entsprechende öffentliche
Mittelausstattung bemüht sei, zeige sich an mehreren Beispielen,
nannte Töchterle etwa die gesicherten Finanzierung für die
Grundlagenforschung (insbesondere beim Wissenschaftsfonds FWF,
Budgetplus von 16 Millionen Euro jährlich bei der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften und steigender Budgetpfad am Institute
of Science and Technology). Nächster Schritt seien nun die
anstehenden Budgetverhandlungen im Herbst. "Deren Ergebnis muss dem
Stellenwert der Hochschulen Rechnung tragen."
Das Einwerben von Drittmittelprojekten begrüßt der ÖVP-
Wissenschaftssprecher grundsätzlich, können doch so wertvolle
zusätzliche Mittel für Wissenschaft und Forschung lukriert werden.
Klarerweise sind sie aber "ein Zusatz, kein Ersatz und entlassen
den Staat keinesfalls aus seiner Verantwortung"?. Er plädiert
weiters für eine gemeinsame Diskussion zu Transparenz- und Ethik-
Aspekten, habe das Einwerben von Drittmitteln doch immer auch
gesellschaftspolitische Implikationen. "Hier braucht es hohes
Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten, größtmögliche
Transparenz und Unabhängigkeit, die der Grundlagenforschung gerecht
wird." Entscheidend seien dabei nicht "nur" Forschungsergebnisse,
sondern auch der verantwortungsvolle Umgang damit.
Im letzten EU-Forschungsrahmenprogramm konnte Österreich im
Schnitt für jeden Euro, den es in den Forschungshaushalt einbezahlt
hat, 1,4 Euro zurückholen. "Neben dieser erfreulich hohen
Rückflussquote bieten die Projekte aber auch in vielerlei anderer
Hinsicht eine Bereicherung, decken sie doch ein breites
inhaltliches Spektrum zu zentralen Zukunftsfragen ab und
ermöglichen Forschung über Landesgrenzen hinweg", so Töchterle. Im
zu Jahresbeginn gestarteten neuen Forschungsrahmenprogramm
"Horizont 2020" gelte es nun, das ambitionierte Einwerben von EU-
Geldern nahtlos fortzusetzen bzw. weiter auszubauen. Um diesen
Prozess optimal zu begleiten, konnte das Wissenschafts-,
Forschungs- und Wirtschaftsministerium die ehemalige Präsidentin
des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC),
Dr. Helga Nowotny, gewinnen. "Sie ist mit ihrer fundierten Kenntnis
der europäischen Forschungslandschaft Garant für eine bestmögliche
Positionierung Österreichs", ist Töchterle überzeugt.
ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher Töchterle ist derzeit
beim Europäischen Forum Alpbach. Die "Festspiele des Wissens"
stehen heuer unter dem Motto "At the Crossroads". Töchterle nimmt
u.a. an einem Arbeitskreis im Rahmen der "Alpbacher
Technologiegespräche" teil. Weiters führte er Gespräche mit
mehreren Vertretern aus dem Hochschul- und Forschungsbereich und
traf mit Stipendiatinnen und Stipendiaten zu einer breiten
Diskussion über Hochschulthemen zusammen.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien,
Tel.:(01) 401 26-620; Internet: http://www.oevp.at,
www.facebook.com/volkspartei, www.twitter.com/oevp
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