- 21.08.2014, 13:36:01
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Maurer: Mitterlehner Agent der Wirtschaft statt Wissenschaftsminister
ÖVP-Minister plant offenbar, Studierende abzubauen
Utl.: ÖVP-Minister plant offenbar, Studierende abzubauen =
Wien (OTS) - "Minister Mitterlehner hatte in Alpbach bei den
Hochschulgesprächen wissenschaftspolitisch nichts vorzuweisen. Es
folgt der österreichische Hochschulpolitik-Einserschmäh: Obwohl klar
ist, dass es keine Mehrheiten dafür geben wird, zettelt er die
gefühlt 100ste Studiengebühren- und Zugangsbeschränkungsdebatte an,
um von der eigenen Visionslosigkeit und dem brennenden Problem der
fehlenden Finanzierung der Universitäten abzulenken", sagt Sigrid
Maurer, Wissenschaftssprecherin der Grünen.
"Im letzten Wissenschaftsausschuss hat sich der Minister bereits vom
2%-Ziel für die Hochschulen verabschiedet, nun folgt die politische
Ansage dazu: Anstatt für die dringend notwendigen finanziellen Mittel
zu kämpfen, plant Mitterlehner, Studierende abzubauen", ärgert sich
Maurer. "Und das bei einer im internationalen Vergleich peinlich
niedrigen AkademikerInnenquote."
Dass der Minister die Funktion von Universitäten auf die Produktion
von AbsolventInnen für den Arbeitsmarkt reduziere, überrasche nicht.
Aber es zeigt deutlich: "Mitterlehner ist und bleibt Agent der
Wirtschaft, die Wissenschaft ist nur aufgemalt. Dass der ÖVP-Minister
trotz der negativen Erfahrungen in der Vergangenheit an
planwirtschaftlichen Phantasien festhält, ist kurios, zeugt jedoch
abermals vom Desinteresse am Sektor", kritisiert die Grüne.
Maurer betont, dass die Grünen - wie auch in allen vorangegangenen
Debatten - gegen jede Form von Beschränkungen, für einen offenen und
freien Hochschulzugang und die drastische Erhöhung des Hochschul- und
Wissenschaftsbudgets eintreten.
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