- 21.08.2014, 10:39:04
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ÖH: 650 Euro für Praxis von Jungmediziner_innen in ganz Österreich
Burgenland lenkt ein - Bund muss folgen
Utl.: Burgenland lenkt ein - Bund muss folgen =
Wien (OTS) - Die ÖH Bundesvertretung und die ÖH der Medizin
Universität Wien fühlen sich durch den Vorstoß des Burgenlandes, ab
sofort das Klinisch Praktische Jahr (KPJ) mit 650 Euro monatlich zu
entlohnen, in ihren Forderungen bestätigt. "Die Entwicklungen im
Burgenland zeigen ganz klar: wo ein politischer Wille ist, da ist
auch ein Weg. Es braucht eine Entlohnung von 650 Euro für das KPJ
durch den Bund in ganz Österreich", so Sarah Schober vom Vorsitzteam
der ÖH Medizin.
In einem aktuellen Interview sieht Mitterlehner die Spitalsträger und
Länder dafür zuständig. "Dabei muss ich Minister Mitterlehner klar
widersprechen: es müssen bundesweit gleiche Bedingungen und
arbeitsrechtliche Mindeststandards geschaffen werden," betont
Viktoria Spielmann vom Vorsitzteam der ÖH, "Er selbst zieht sich
abermals aus der Verantwortung. Für eine österreichweite Lösung muss
die Bundesregierung, nicht die Länder durchgreifen."
"Wir haben zur Zeit eine Situation, in der viele hunderte
Jungärzt_innen bereits unentgeltlich ihre Praxisstunden absolvieren
ohne dafür auch nur irgendwie entlohnt zu werden. Diese Leute
befinden sich finanziell in einer äußerst ungünstigen Situation.
Viele Jungärzt_innen haben daher bereits das Land verlassen, da in
Deutschland und der Schweiz das Praxisjahr bezahlt wird", erinnert
Spielmann an die aktuelle Situation. "Die Verantwortlichen im Bund
und den Ländern müssen das Einlenken des Burgenlandes jetzt als
Gelegenheit nutzen, um den Studierenden zukünftig auch eine
attraktive Ausbildung im Rest des Landes zu garantieren," sind sich
die beiden ÖH-Vertreterinnen einig.
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