• 21.08.2014, 10:37:20
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Digitales Antennenfernsehen: Umstellung auf DVB-T2 soll ab Herbst 2016 starten

Medienbehörde KommAustria schreibt terrestrische Frequenzen der österreichweit frei empfangbaren TV-Programme neu aus

Utl.: Medienbehörde KommAustria schreibt terrestrische Frequenzen
der österreichweit frei empfangbaren TV-Programme neu aus =

Wien (OTS) - Ab Herbst 2016 soll in Österreich die Verbreitung des
digitalen Antennenfernsehens auf nationaler Ebene von DVB-T
vollständig auf den moderneren und deutlich leistungsfähigeren
Übertragungsstandard DVB-T2 umgestellt werden. Damit wird eine
größere Programmvielfalt und HDTV möglich. Der Prozess soll
spätestens im Herbst 2019 abgeschlossen sein. Das ist Kernpunkt der
heute von der Medienbehörde KommAustria gestarteten Ausschreibung zur
Neuvergabe der ältesten DVB-T-Betriebszulassung aus dem Jahr 2006,
die am 1. August 2016 ausläuft.

Die Ausschreibung betrifft die so genannte Multiplex-Plattform A/B
und damit jene bundesweiten Frequenzbedeckungen, über die die
Programme ORF eins, ORF 2 und ATV (Multiplex A), sowie 3Sat, ORF III,
ORF Sport+, Puls 4, ServusTV und in Wien zusätzlich SchauTV
verbreitet werden (Multiplex B).

Die mit der Ausschreibung veröffentlichte
Auswahlgrundsätzeverordnung der KommAustria verdeutlicht, dass
Bewerbungen zukünftiger Netzbetreiber konsumentenfreundliche und
marktoffene Betriebskonzepte enthalten sollten. Dazu zählt
insbesondere ein hürdenfreier Empfang der DVB-T2-Signale ohne
Grundverschlüsselung, Zugangsberechtigungssystem oder auch "bloßem"
Registrierungszwang. Sollten derartige Systeme dennoch geplant sein,
so ist nachzuweisen, dass die jeweiligen Fernsehveranstalter selbst
dies ausdrücklich fordern. Der ORF hätte in diesem Fall zudem eine
Vereinbarkeit mit dem ORF-Gesetz zu prüfen. Außerdem soll das Konzept
des Netzbetreibers einen möglichst offenen und breiten
Empfangsgerätemarkt unterstützen. Ziel ist eine den Verbrauchern
zuträgliche Preisentwicklung und das Angebot unterschiedlichster,
auch mobil nutzbarer Endgeräte. Mobilität, zum Beispiel auch in Form
von Empfangsgeräten als USB-Stick, gilt als ein wesentliches Merkmal
des digitalen Antennenfernsehens.

Mit dem Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 folgt die Medienbehörde ihrem
Auftrag, den digitalen Rundfunk auf allen Verbreitungswegen
weiterzuentwickeln. Nach Maßgabe der technischen Möglichkeiten sollen
Programm- und Meinungsvielfalt ausgebaut und die für die
Fernsehübertragung reservierten Frequenzbereiche bestmöglich genutzt
werden (Frequenzökonomie). Unter Verwendung des Übertragungsstandards
DVB-T2 können beispielsweise drei TV-Programme in HD-Auflösung und
weitere sieben Programme in Standard-Bildqualität über einen einzigen
TV-Kanal verbreitet werden. DVB-T lässt hier lediglich die
Ausstrahlung von vier bis fünf TV-Programmen in guter
Standardqualität zu.

Fernsehgeräte mit oder ohne integriertem DVB-T-Receiver können
auch zukünftig durch Anschluss einer DVB-T2-fähigen Set-Top-Box
weiter verwendet werden. DVB-T2-Receiver sind zudem abwärtskompatibel
und daher auch für den Empfang lokaler TV-Programme geeignet, die
weiterhin im Standard DVB-T übertragen werden. Die bisher
üblicherweise verkauften DVB-T-Empfangsgeräte (Set-Top-Boxen) sind
jedoch in aller Regel nicht DVB-T2-kompatibel.

Bereits seit April 2013 wird in Österreich das 30 TV-Programme
umfassende, kommerzielle Angebot "simpliTV" auf Basis des
Übertragungsstandards DVB-T2 verbreitet.

Die aktuelle Ausschreibung läuft bis zum 26. November 2014.
Ausschreibung und Auswahlgrundsätzeverordnung sind auf den Web-Seiten
der RTR-GmbH über folgende Links direkt abrufbar:

http://www.rtr.at/de/m/MUX-AG-V2014
http://www.rtr.at/de/m/Ausschreibungen

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