• 18.08.2014, 13:16:59
  • /
  • OTS0088 OTW0088

Landau: "Die Caritas hilft dort, wo die Not der Menschen am größten ist!"

19. August ist der Internationale Tag der humanitären Hilfe

Utl.: 19. August ist der Internationale Tag der humanitären Hilfe =

Wien (OTS) - Aktuell gibt es weltweit so viele Krisenherde wie schon
lange nicht: Menschen flüchten vor Gewalt und Hunger in ihren
Heimatländern. In Syrien, im Südsudan, in Westafrika sowie im Nahen
Osten und in der Ukraine sind Menschen auf der Flucht und kämpfen ums
Überleben. "Auch wenn wir tagtäglich mit neuen Schreckensmeldungen
konfrontiert sind, dürfen wir angesichts des Leids der Menschen nicht
abstumpfen. Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Solidarität sind die
besten und aktuell dringlichsten Instrumente, um Not und Elend
entgegenzuwirken", appelliert Caritas Präsident Michael Landau
anlässlich des Internationalen Tages der humanitären Hilfe.

Die Caritas ist in diesen Tagen an vielen Orten der Welt für Menschen
in Not im Einsatz:

Nordirak
Neue Schreckensbilder aus dem Nordirak haben uns in den vergangen
Tagen schockiert: Laut UN sind bereits 1,2 Millionen Menschen
innerhalb des Irak auf der Flucht. "Die Verfolgung von Zivilisten
aufgrund ihrer Religion oder Volkszugehörigkeit ist ein klarer
Verstoß gegen die Menschenrechte und ein Verbrechen gegen die
Menschlichkeit. Die Menschen im Nahen Osten brauchen jetzt unsere
Solidarität", so der Friedensappell des Caritas Präsidenten. Die
Caritas-Hilfe konzentriert sich auf die tägliche Versorgung der
vertriebenen Bevölkerung in der autonomen kurdischen Region mit
Nahrungsmitteln, Wasser und anderen Gütern des täglichen Bedarfs.
Über das internationale Netzwerk erreicht die Hilfe der Caritas
derzeit 3500 Familien (knapp 20.000 Menschen). Mit Spenden auch aus
Österreich soll die Hilfe der Caritas auf insgesamt 30.000
vertriebene Familien (200.000 Menschen) ausgeweitet werden.

Ukraine
Seit den Auseinandersetzungen am Kiewer Unabhängigkeitsplatz kommt
das Land nicht mehr zur Ruhe. Der Bürgerkrieg im Osten des Landes
fordert täglich neue Opfer, auch unter der Zivilbevölkerung.
Hunderttausende Menschen befinden sich bereits auf der Flucht. In 10
Nothilfeprojekten unterstützt die Caritas aktuell 5000 Menschen,
größtenteils Binnenflüchtlinge. "Die Ukraine gehört schon seit Mitte
der 90er Jahre zu den Schwerpunktländern der Auslandshilfe der
österreichischen Caritas. Wir werden weiterhin alles unternehmen, um
unseren Nachbarn in Europa beizustehen und in dieser dramatischen
Situation die notwendige Nothilfe zu leisten", so Michael Landau.

Syrien/Libanon/Jordanien
Vor drei Jahren führten politische Unruhen zu einem blutigen
Bürgerkrieg in Syrien. Bis heute sind über neun Millionen Menschen
geflüchtet - sowohl innerhalb Syriens als auch in die Nachbarländer.
Mehr als sechs Millionen Kinder sind verletzt oder auf
Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Mindestens 10.000 Kinder wurden
UN-Schätzungen zufolge getötet.
Bisher konnte die Caritas mehr als 70.000 Menschen, die Hälfte davon
Kinder, mit Nahrungsmitteln, Matratzen und Hygienekits versorgen.

Westafrika
Die Menschen in der westlichen Sahelzone sind von der dritten
Hungerkatastrophe innerhalb von sieben Jahren betroffen. Vor allem im
Tschad, in Niger, Mali und dem Senegal konnte nicht genug geerntet
werden, um die Menschen ausreichend zu versorgen. 564.000 der
insgesamt etwa 2 Millionen Kinder im Senegal sind aufgrund von
Unterernährung akut gefährdet, vor ihrem fünften Lebensjahr zu
sterben oder einen nicht mehr wiedergutzumachenden
Entwicklungsrückstand zu erleiden.
Die Caritas leistet aktuell für 35.000 Menschen im Senegal Nothilfe.
Es ist oberste Priorität, Unterernährung bei Kleinkindern vorzubeugen
bzw. akut unterernährte Kinder so rasch wie möglich zu behandeln. Die
Caritas versorgt in Ernährungszentren gefährdete Kinder und, was
enorm wichtig ist, schwangere und stillende Mütter. Abseits der
Nothilfe geht es um langfristige Ernährungssicherung, etwa durch
Gemüseanbau, eigene Saatgutvermehrung und Kleintierhaltung oder
Brunnenbau.

Der aktuelle Ebola-Ausbruch wurde bereits in mehreren Ländern
Westafrikas zum Gesundheitsnotfall erklärt. Die Caritas arbeitet mit
den Regierungen der betroffenen Länder sowie mit UNICEF in den am
stärksten betroffenen Gebieten zusammen und konzentriert sich auf die
Bereitstellung von Informationsmaterialen, die sich vor allem mit der
Verhinderung der Ausbreitung der Epidemie befassen.

Südsudan
Der Südsudan steht vor der schlimmsten Hungersnot in Afrika seit den
1980er Jahren. Von den geschätzten 11 Millionen Einwohnern sind
bereits 3,9 Millionen auf akute Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die
Caritas leistet mit 400.000 Euro Soforthilfe für die Betroffenen des
Konflikts im Südsudan und der Nuba Region.

Michael Landau: "Mit nur 7 Euro im Monat können wir ein Kind ein
Monat lang mit Lebensmitteln versorgen. Mit einer Million Euro lassen
sich 12.000 Menschen nachhaltig vom Hunger befreien. Dass sind auch
12.000 Menschen weniger, die wackelige Boote besteigen oder auf der
Flucht im Mittelmeer ertrinken."

Die Caritas ruft zu Spenden auf:
Kennwort: "Katastrophe Hunger"
Erste Bank
BIC: GIBAATWWXXX
IBAN: AT 23 2011 1000 0123 4560

www.caritas.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCZ

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel